Jugendpolitiken

Wie geht Gesellschaft mit »ihrer« Jugend um?

Diese Publikation zitieren

Jens Luedtke (Hg.), Christine Wiezorek (Hg.), Jugendpolitiken (2016), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISBN: 9783779942498

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Beschreibung / Abstract

Der Band umfasst aktuelle Analysen zu Jugend und Arbeitswelt, zu Jugendpolitik als Instrument politischer Steuerung sowie zu den Reaktionen Jugendlicher auf derzeitige gesellschaftliche Anforderungen.

Die Thematisierung von Jugend als eigenständiger Lebensphase wurde von jeher von gesellschaftlichen Problematisierungen ihres Verhaltens begleitet. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich unterschiedliche Politiken für und über Jugendliche entwickelt, in denen es darum geht, wie auf jugendliches Problemverhalten reagiert wird oder wie diese als Wähler/innen oder zukünftige Fachkräfte gewonnen bzw. überhaupt in Gesellschaft integriert werden können. Ob politische Strategien den Bedürfnissen Jugendlicher entsprechen, inwieweit sie stärker den Kontrollbedürfnissen der Gesellschaft Rechnung tragen oder inwieweit hierin eine Verunsicherung über soziale Wandlungsprozesse zum Ausdruck kommt, sind aktuelle Fragen, denen sich die Beiträge des Bandes widmen.

Beschreibung

Jens Luedtke, Dr., ist Professor für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Universität Augsburg. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Jugend, abweichendes Verhalten, Gewalt, Kriminalität, Arbeit, Sicherheitspolitiken, Methoden der empirischen Sozialforschung.
Christine Wiezorek, Jg. 1969, Dr. phil., ist Professorin für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Pädagogik des Jugendalters an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Inhalt
  • Jugendpolitiken: Wie geht Gesellschaft mit ‚ihrer†˜ Jugend um? Eine Einleitung (Jens Luedtke und Christine Wiezorek)
  • I Jugend als politisches Thema oder soziales Problem? Politische und pädagogische Konstruktionen von Jugend
  • Jugend als soziales Kampffeld? Europäische Jugendpolitiken zwischen arbeitsmarktpolitischer Regulierung und Politiken der Partizipation (Stephan Dahmen und Thomas Ley)
  • Jugendhilfe ohne Jugendpolitik? Oder: Teilhabe von Kindern und Jugendlichen im aktivierenden Wohlfahrtsstaat (Larissa von Schwanenflügel und Andreas Walther)
  • Prävention(spolitik): „Für“ oder „gegen“ Jugendliche? Pädagogik im Politikfeld „Bekämpfung und Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ und der Eigensinn der Jugendphase (Frank Greuel und Frank König)
  • Jugendkriminalität als Ergebnis politischer Konstruktionsprozesse. Eine Analyse der Jugendstrafrechtsreformen in den Jahren 1990 und 2012 (Dirk Lampe und Matthias Rudolph)
  • II Jugendliche als Ressource? Der Wandel der Arbeitswelt und seine Folgen
  • Jugendpolitik als (Integrierte) Übergangspolitik? (Axel Pohl und Andreas Walther)
  • Jugend und Selbstoptimierung. Wie die Entstandardisierung von Übergängen einer neuen Subjektivierungsform den Weg ebnet (Marcel Eulenbach)
  • Allen Jugendlichen ein Ausbildungsangebot!? Wie die „Ausbildungsneigung“ und „Ausbildungsreife“ der Jugendlichen im Spannungsfeld politischer Auseinandersetzungen verhandelt wird (Mona Granato, Elisabeth M. Krekel und Joachim Gerd Ulrich)
  • Wandel der Arbeitswelt. Rückbau des Jugendarbeitsschutzes –Rückbau von Jugend !? (Jens Luedtke)
  • Aktivierte Jugend? Mentoring als Diskurs und Praxis (Jule-Marie Lorenzen und DariuŠ¡ Zifonun)
  • III (Un)politische Jugend? Jugend, Politik und gesellschaftliches Engagement
  • Gesellschaftskritische Orientierungen Jugendlicher in linksaffinen Protestbewegungen (Wolfgang Kühnel, Helmut Willems, Katrin Hillebrand, Tobias Schmidt und Kristina Zenner)
  • „Wir suchen nicht nach Nachrichten, die Nachricht findet uns bei Facebook …“ Empirische Ergebnisse aus qualitativen Gruppendiskussionen mit Jugendlichen zur politischen Offline- und Online-Partizipation (Anna Soßdorf)
  • „… ich trag n Kopftuch … ich bin einMensch genau wie ihr … ich bin keinAlien …“ Rekonstruktive Fokussierungen auf Islamfeindlichkeit und ihre Wirkmächtigkeit (Stefan E. Hößl)
  • Angaben zu den Autorinnen und Autoren

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