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Freie Wohlfahrtspflege und europäische Integration

Zwischen Marktangleichung und sozialer Verantwortung

Chris Lange

Diese Publikation zitieren

Chris Lange, Freie Wohlfahrtspflege und europäische Integration (2001), Lambertus Verlag, Freiburg, ISBN: 9783784127910

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung

Der Prozess der europäischen Integration ist in den letzten Jahren auch im Sozialbereich mit zunehmender Aufmerksamkeit registriert worden. In diesem Prozess ist auch das System der Wohlfahrtspflege einem strukturellen Wandel unterzogen, den der Staat durch die Einführung von Marktelementen in den Sozialbereich maßgeblich bestimmt.

In dieser Dissertation wird der „externe Ökonomisierung“ genannte Prozess, d.h. die stärker durch Wettbewerb geprägten Außenbeziehungen der Träger sozialer Dienstleistungen, untersucht und der Frage nachgegangen, ob und wie Effekte der „inneren Ökonomisierung“, d.h. der verstärkten Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden, in den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege diese Effekte verstärken.

Nach den Neuerungen des EU-Vertrages von Nizza im Jahre 2000 und der Beschlüsse von Lissabon ist im europäischen Kontext politisch auf zwei Entwicklungen besonders hinzuweisen: zum einen auf die aktuelle Diskussion um „Leistungen der Daseinsvorsorge“ und zum anderen auf die Strategie der „offenen Koordinierung“, mit der das Thema „soziale Ausgrenzung“ angesprochen ist.

Für personenbezogene, soziale Dienstleistungen, wie sie von den Trägern der freien Wohlfahrtspflege erbracht werden, ist noch nicht eindeutig erkennbar, welche konkreten Effekte die europäische Integration zukünftig mit sich bringen wird. Diese Arbeit ist eine Grundlage für die Einordnung dieser Entwicklungen, wobei die politischen Fragestellungen ein stärkeres Gewicht haben als die ökonomischen.

Beschreibung / Abstract

Der Prozess der europäischen Integration ist in den letzten Jahren auch im Sozialbereich mit zunehmender Aufmerksamkeit registriert worden. In diesem Prozess ist auch das System der Wohlfahrtspflege einem strukturellen Wandel unterzogen, den der Staat durch die Einführung von Marktelementen in den Sozialbereich maßgeblich bestimmt.

In dieser Dissertation wird der „externe Ökonomisierung“ genannte Prozess, d.h. die stärker durch Wettbewerb geprägten Außenbeziehungen der Träger sozialer Dienstleistungen, untersucht und der Frage nachgegangen, ob und wie Effekte der „inneren Ökonomisierung“, d.h. der verstärkten Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden, in den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege diese Effekte verstärken.

Nach den Neuerungen des EU-Vertrages von Nizza im Jahre 2000 und der Beschlüsse von Lissabon ist im europäischen Kontext politisch auf zwei Entwicklungen besonders hinzuweisen: zum einen auf die aktuelle Diskussion um „Leistungen der Daseinsvorsorge“ und zum anderen auf die Strategie der „offenen Koordinierung“, mit der das Thema „soziale Ausgrenzung“ angesprochen ist.

Für personenbezogene, soziale Dienstleistungen, wie sie von den Trägern der freien Wohlfahrtspflege erbracht werden, ist noch nicht eindeutig erkennbar, welche konkreten Effekte die europäische Integration zukünftig mit sich bringen wird. Diese Arbeit ist eine Grundlage für die Einordnung dieser Entwicklungen, wobei die politischen Fragestellungen ein stärkeres Gewicht haben als die ökonomischen.

Inhaltsverzeichnis

  • Freie Wohlfahrtspflege und europäische Integration
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Vergleichstabelle der Artikel im EG-Vertrag in den Fassungen von Maastricht und Amsterdam
  • Vorwort
  • Einleitung
  • I. Theoretische Ansätze
  • 1 Neokorporatismus und Subsidiaritätsprinzip
  • 2 Neofunktionalismus und Spill-over-Konzept
  • II. Entflechtung der Verflechtung?: Freie Wohlfahrtspflege in der Bundesrepublik
  • 1 Einleitung
  • 2 Empirische Daten und institutionelleRahmenbedingungen
  • 3 Das Verhältnis von Freier Wohlfahrtspflege und Staat
  • 4 Die Einführung marktlicher Elemente in den Sozialsektor
  • III. Politikverflechtung im Sozialbereich?: Europäische Gemeinschaft und Mitgliedstaaten
  • 1 Einleitung
  • 2 Grundlagen der Kompetenzverteilung und -ausübung zwischen Mitgliedstaaten und Europäischen Organen
  • 3 Europäische Politik im Sozialbereich:Kompetenzen und Konflikte
  • 4 Der Binnenmarkt als Einfallstor für EG-Recht im Sozialbereich
  • IV. Vom Regelungsobjekt zur Partnerschaft?: Freie Wohlfahrtspflege und Europäische Gemeinschaft
  • 1. Einleitung
  • 2 Die Entwicklung auf der europäischen Ebene: Aktivitäten und Intentionen europäischer Akteure
  • 3 Auswirkungen auf die Freie Wohlfahrtspflege
  • 4 Die Europäische Gemeinschaft als neues Aktionsfeld
  • V. Resümee und Ausblick
  • Literaturverzeichnis
  • Dokumenten- und Quellenverzeichnis

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