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Commons

Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat

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Silke Helfrich(Hg.), Heinrich-Böll-Stiftung(Hg.), Commons (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839428351

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Beschreibung / Abstract

Commons - die Welt gehört uns allen! Die nicht enden wollende globale Finanzkrise zeigt: Markt und Staat haben versagt. Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der gemeinschaftlichen Organisation und Nutzung von Gemeingütern und Ressourcen, starken Zuspruch erfahren - nicht erst seit dem Wirtschaftsnobelpreis für Elinor Ostrom. Commons sind wichtiger denn je. Sie beruhen nicht auf der Idee der Knappheit, sondern schöpfen aus der Fülle.
Dieser Band mit Beiträgen von 90 internationalen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stellt ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt und eine andere Kultur des Miteinanders skizziert.

Beschreibung

Silke Helfrich hat romanische Sprachen und Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Ökonomie studiert. Sie ist freie Autorin, Aktivistin, Forscherin, Bloggerin und vielgebuchte Rednerin. Die Mitbegründerin des Commons-Institut e.V. und der Commons Strategies Group lebt und arbeitet im Jagsttal.
Die Heinrich-Böll-Stiftung ist eine politische Stiftung, die der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahesteht. Sie versteht sich als eine Agentur für grüne Ideen und Projekte, eine reformpolitische Zukunftswerkstatt und ein internationales Netzwerk mit über 100 Projektpartnern in über 60 Ländern.

Kritik

»Das Buch ist Wutmaschine und Hoffnungsschimmer zugleich. Wutmaschine, weil es von Entwicklungen wie dem Raubbau an der Erde erzählt und von der Missachtung gegenüber den Menschenrechten, wenn es um ökonomische Interessen geht. Hoffnungsschimmer, weil es gleichzeitig gelebte Alternativen, verheißungsvolle Lücken, Umbrüche und innovative Regelungen dokumentiert, die alle auf der Idee der Commons und des Commoning beruhen.«
Magdalena Freudenschuß, Südlink, 161 (2012)

»Warum lesen? Um zu sehen, wie digitalen Netzbürgern bekannte Konzepte wie Wikipedia oder Linux auf so ziemlich alle gesellschaftlichen Bereiche angewandt werden können.«
Ole Reißmann, Spiegel online, 23.07.2012

»Der Antwort auf die Frage, was 'das gute Leben' ausmacht, kommt man mit diesem Buch sicherlich ein Stückchen näher.«
Max Wandel, LateinamerikaNachrichten, 7/8 (2012)

»Ich empfehle nicht nur dem transcript Verlag zuliebe die Druckversion. Es lohnt sich, die Vielfalt der Argumentationen und praktischen Beispiele in aller Ruhe durchzugehen. 25 Euro sind für das Gebotene ein bescheidener Preis. Für öffentliche Bibliotheken, auch Commons, eigentlich ein Muss.«
Hans Steiger, P.S., 05.07.2012

»Besonders hervorzuheben ist die internationale Ausrichtung und Bearbeitung des vielschichtigen Themas durch Autorinnen und Autoren aus 30 Ländern, sodass die Leser nicht nur regional und lokal, sondern eben auch global die Bedeutung und Wichtigkeit des neuen Commons-Diskurses erkennen können.«
Julia Kiesow, www.pw-portal.de, 6 (2012)

»Eine wahre Fundgrube für Projekte, die Ressourcen gemeinschaftlich selbstverwalten.«
Grit Fröhlich, Oya, 15 (2012)

»Das wichtige Buch [...] gibt einen Überblick über einen bedeutenden Teil der aktuellen internationalen Diskussion.«
Dieter Kramer, Kulturation, 6 (2012)

»Obwohl ihre Formel im Grunde recht simpel ist, trifft die Commons-Bewegung einen Nerv.«
Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung, 22.05.2012

»Das neue Paradigma der Gemeingüter kompakt in Theorie und Praxis. Es kommt genau zur richtigen Zeit, um das Allmende-Fieber weiter anzuheizen und die Commons auch der akademischen Diskussion bestens zugänglich zu machen. Das Buch soll in alle Uni-Bibliotheken im deutschsprachigen Raum.«
Lara Mallien, www.oya-online.de, 28.04.2012

Besprochen in:
www.3sat.de, 20.02.2014, Gerd Scobel
Kochen ohne Knochen, 11/2 (2013)
Umweltzeitung, 11/12 (2013), Uwe Meier
PERIPHERIE, 129 (2013), Reinhart Kößler
www.umweltzentrum-braunschweig.de, 26.11.2013
fiber, 21 (2012), Sabine Benzer
Zeitschrift für Sozialökonomie, 174/175 (2012), Annette Jensen
http://www.centrum3.at
ila, 358/9 (2012), Werner Rätz
SWR2 Forum Buch, 26.08.2012, Martin Zähringer
Andruck - Das Magazin für Politische Literatur, Deutschlandfunk, 20.08.2012, Sonja Ernst
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 27.05.2012, Benedikt Coekoll/Christian Siedenbiedel
ver.di publik, 5 (2012), Annette Jensen
www.globe-spotting.de, 07.05.2012, Uwe Hoering
netzpolitik.org, 23.04.2012, Markus Beckedahl
Umweltbriefe, 7 (2012)
www.swiss-architects.com, 21.06.2012, Inge Beckel
socialnet.de, 6 (2012), Jos Schnurer
Rundbrief Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit, 146/4 (2012)
Nachrichten von der Umweltbibliothek Leipzig, 3 (2012), Florian Quitzsch
(Weitere Quellen und einen Überblick zur Blogosphäre unter http://commonsblog.wordpress.com/das-buch-el-libro/ )

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 License (CC BY-SA 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Commons
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Commons als transformative Kraft. Zur Einführung
  • Danke
  • Kapitel I Commons. Ein Paradigmenwechsel
  • Mein steiniger Weg zu den Commons. Ein Rückblick
  • Wirtschaft der Verschwendung. Die Biologie der Allmende
  • Wir werden nicht als Egoisten geboren
  • Resilienz denken
  • Der Umgang mit sozialen Dilemmata. Institutionen und Vertrauen in den Commons
  • Ubuntu-Philosophie. Die strukturelle Gemeinschaftlichkeit der Commons
  • Das »Betriebssystem« der Commons. Version 0.5
  • Eine kurze Phänomenologie der Commons
  • Commons und das Öffentliche. Wem gehören öffentliche Dienstleistungen?
  • Gemeingüter sind nicht, sie werden gemacht
  • Die Tragik der Anti-Allmende
  • Warum wir Commons von öffentlichen Gütern unterscheiden müssen
  • Subsistenz Perspektive für eine Gesellschaft, die auf Gemeingütern gründet
  • Technik und Commons
  • Das Commoning von Mustern und die Muster des Commoning. Eine Skizze
  • Commons: Quelle der Fülle?
  • Kapitel II. Kapitalismus, Einhegungen, Widerstand
  • Commons: Von Grund auf eingehegt
  • Allmende: Zur Aktualisierung eines historischen Eigentumsbegriffs
  • Globaler Landraub. Die neue Einhegung
  • Transgene Versprechen. Über die Folgen der Gentechnologie in der Landwirtschaft
  • Finanzialisierung ein Hebel zur Einhegung der Commons
  • Bergbauprojekte bedrohen Gemeingüter. Das Beispiel Südamerika
  • Wasser ist Gemeingut. Vorschläge zu seiner Rettung
  • Was ist rückständig: Subsistenzwirtschaft oder moderne Entwicklung?. Der Widerstand gegen Staudämme
  • Belo Monte oder die Zerstörung der Commons
  • Die Geschichte stottert oder wiederholt sich. Neue Commons, neue Einhegungen
  • Wer den Namen bestimmt, definiert die Verhältnisse
  • Krise, Kapital und Vereinnahmung braucht das Kapital die Commons?
  • Hoffnung von unten. Das besondere Prinzip des Zusammenlebens in Oaxaca
  • Neue Deutsche Rohstoffstrategie eine moderne »Enclosure of the Commons«?
  • Die Zerstörung von Commons durch den Naturschutz
  • Geistige Eigentumsrechte und Freihandelsabkommen. Eine unendliche Geschichte
  • Globale Einhegungen im Dienste des Imperiums. Die NATO als »Kommandeur der Commons«
  • Kapitel III. Commoning soziale Innovationen weltweit
  • Commoning lernen
  • Reiche Ernte in Gemeinschaftsgärten. Beim Urban Gardening findet der Homo oeconomicus sein Korrektiv
  • Mundraub? Allmendeobst!
  • Leben im Lebensgarten
  • Die Rückeroberung der Kredit-Allmende. Auf dem Weg zur Schmetterlings-Gesellschaft
  • Das Mietshäuser Syndikat
  • Die Stadt von morgen steht auf Gemeinschaftsland
  • Artabana Gesundheitsversorgung in die eigenen Hände nehmen
  • Shared Space: Geteilter Raum ist doppelter Raum
  • Transition Initiativen des Wandels
  • Von Minamata lernen. Gut leben in lokalen Gemeinschaften
  • »Faxinais« und ihre Nutzer. Commons in einem komplexen Verhältnis zum Staat
  • Küstennahe Commons in Chile. Kompetente Menschen, starke Institutionen, reiche Natur
  • Frischer Wind in den Wäldern. Gemeinschaftliche Waldbewirtschaftung und Lebenssicherung in Nepal
  • Salz und Handel am Lac Rose. Der Lebensunterhalt senegalesischer Gemeinschaften
  • Der Schaum dieser Tage: Buen Vivir und Commons. Ein Gespräch
  • Kapitel IV. Wissensallmende für den gesellschaftlichen Wandel
  • Der Code ist das Saatgut der Software. Ein Interview
  • Peer-Produktion der unerwartete Aufstieg einer commonsbasierten Produktionsweise
  • Von Märchen und Autorenrechten
  • Creative Commons. Die Wissensallmende in unsere Hände nehmen
  • Freiheit für Nutzer, nicht für Software
  • Öffentliche Verwaltung braucht Freie Software
  • Linz: Von der Stahlstadt zur Open-Commons-Region. Wie eine Kommune von einem Bekenntnis zur Allmende profitieren kann
  • Innovationen emanzipieren. Global Innovation Commons
  • Move Commons: Labels für soziale Initiativen. Ein Vernetzungsinstrument
  • Die Grundlagen einer langlebigen, commonsbasierten Informationsproduktion
  • Die Peer-to-Peer-Ökonomie und eine neue commonsbasierte Zivilisation
  • Wissensökonomie und Wissensökologie zusammen denken
  • Kapitel V. Commons produzieren, Politik neu denken
  • Das Menschenrecht auf eine saubere Umwelt und die Renaissance der Commons
  • Das Gemeinsame Erbe der Menschheit. Eine kühne Doktrin in einem engen Korsett
  • Ideen für den Wandel der Institutionenvielfalt Sinn geben
  • Von Wissen und anderen Reichtümern. Kulturelle Commons konstruieren
  • Peer-Produktion und Peer-Governance der digitalen Commons
  • Lokal, regional, global?. Mehrebenen-Governance und die Frage des Maßstabs
  • Die Welt als Allmende. Für ein gemeingütersensitives Wettbewerbsrecht
  • Die Atmosphäre als globales Gemeingut
  • Stromallmende: Wege in eine neue Industriegesellschaft
  • Das Scheitern der Bodenprivatisierung. Zum überfälligen Kurswechsel in der Entwicklungspolitik
  • Die komplexe Konstruktion der Utopie. Ein Blick auf die Initiative Yasuní-ITT
  • Equitable Licensing den Zugang zu Innovationen sichern
  • Peer-to-Peer-Stadtplanung: Aus Erfahrung lernen. Neuere Entwicklungen in der Stadtplanung
  • Epilog
  • Sachregister

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