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Performative Kultur und multiple Differenzierung

Soziologische Übersetzungen I

Joachim Renn

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Joachim Renn, Performative Kultur und multiple Differenzierung (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839424698

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Wie kann der große Abstand zwischen den kultursoziologisch dichten Beschreibungen situierter Praktiken und den gesellschaftstheoretischen Makroperspektiven überbrückt werden? In Einzelanalysen und Stichproben zeigt Joachim Renn, wie dies auf der Grundlage einer pragmatistischen Gesellschaftstheorie gelingt. Der Band versammelt theoretische Überlegungen und historische Fallanalysen einer Soziologie der multipel differenzierten Gegenwartsgesellschaft. Im Ausgang von der Erfahrung gesellschaftlicher Intransparenz und notorisch normalisierter Fremdheit erweist Joachim Renn den heuristischen Nutzen einer Theorie sozialer Übersetzungen für die konkrete Erforschung sozialer Phänomene.

Beschreibung

Joachim Renn (Dr. phil.), geb. 1963, ist Professor für Theoriebildung mit dem Schwerpunkt »Soziale Kohäsion« am Institut für Soziologie der WWU Münster. Der Herausgeber der »Zeitschrift für theoretische Soziologie« und Autor mehrerer Bücher zu einer übersetzungstheoretischen Soziologie arbeitet an einer pragmatistisch inspirierten Gesellschaftstheorie sowie an der Entwicklung makroanalytischer Methoden der qualitativen Sozialforschung.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Performative Kultur und multiple Differenzierung
  • Inhalt
  • Performative Kultur & multiple Differenzierung. Ein Vorwort
  • 1. Performative Kultur und sprachpragmatische Soziologie
  • I. Kultur als Praxis?
  • II. Sprachpragmatische Kultursoziologie
  • III. Varianten der Sprachpragmatik
  • IV. Kontextualität und Universalität
  • V. Kulturelle Pluralität und implizites Hintergrundwissen
  • VI. Inkommensurabilitätsverdacht
  • VII. Methodische und normative Konsequenzen für die Kultursoziologie
  • Literatur
  • 2. Die gemeinsame menschliche Handlungsweise. Das doppelte Übersetzungsproblem des sozialwissenschaftlichen Kulturvergleichs
  • I. Zugang: Identität und Differenz
  • II. Praktischer Zugang und begriffliche Repräsentation
  • III. Vertiefte Differenz und die Erfahrung der Unübersetzbarkeit
  • IV. Die gemeinsame menschliche Handlungsweise und performative Kultur
  • V. Übersetzung zwischen Diskurs und Praxis statt Pathos des Dialoges
  • IV. Pragmatische Unschärferelation
  • Literatur
  • 3. Der Tod des Kapitän Cook. Formen des Verstehens und die Dynamik interkultureller Kollisionen
  • I. Missverstehen
  • II. Heterogene Geschichten und Horizontdifferenzen
  • III. Unbemerkte Gleichzeitigkeit und Anverwandlung
  • IV. Performative Grundlagen des »Verstehens«
  • Literatur
  • 4. Differenz der Religion. Implizite religiöse Gewissheit zwischen Milieu und Organisation
  • I. Zur Eigenart von religiöser Gewissheit als Teil einer »performativen Kultur«
  • II. Die Unwahrscheinlichkeit des interreligiösen Dialoges
  • III. Arbeitsteilung: Differenzierung zwischen Milieu und Organisation (Mitgliedschaft und Zugehörigkeit)
  • IV. Schluss: Lob der Bürokratie
  • Literatur
  • 5. Traditionelle Rationalität und rationale Tradition. Max Weber, Preußen und der Mythos der Bürokratie
  • I. Vorüberlegungen zur soziologischen Frage der Rationalität
  • II. Webers Bürokratiemodell
  • III. Erweiterte Rationalitätsproblematik
  • IV. Fachbeamtentum und Anwendungsrationalität
  • V. Anwendungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung
  • Literatur
  • 6. Vertraute Fremdheit und desperate Vergemeinschaftung. Ethnizität und die doppelte Normalisierung kultureller Differenz in der Moderne
  • I. Konstruierte Alterität?
  • II. Subtile Re-Substantialisierung
  • III. Kriterien der »Ethnisierung«
  • IV. Basale Fremdheit und soziale Differenzierung
  • V. Die Veränderung von »Horizont-Triangulationen«
  • VI. Die zweite Normalisierung: Reaktion auf Anonymisierung
  • VII. Desperate Formen kultureller Selbst- und Fremdauslegung
  • VIII. Von kulturellen Stereotypen zu stereotypisierenden Praktiken
  • Literatur
  • 7. Von der anerkannten Ungleichheit zur ungleichen Anerkennung. Normative Implikationen multipler sozialer Differenzierung
  • I. Das gleiche Recht auf Ungleichheit
  • II. Konkrete Kritische Theorie und die Pluralisierung von Auslegungshorizonten
  • III. Multiple Differenzierung oder stabile Anerkennungsordnung?
  • IV. Multiple Differenzierung: Anerkannte Ungleichheit und ungleiche Anerkennung
  • V. Ausblick auf normative Übersetzungsverhältnisse
  • Literatur
  • 8. Gewalt und kulturelle Selbstbehauptung
  • I. Gewalt und Kultur
  • II. Die zweifach doppeldeutige »Behauptung« kultureller Identität
  • III. Das pragmatische Verstehen und die flexible Selbstbehauptung
  • IV. Die notwendig symbolische Struktur der angeblich physischen Gewalt
  • Literatur
  • 9. Zur Form des Milieus. Performative Kulturen im Horizont von Gesellschaftstheorie und Sozialstrukturanalyse
  • I. Von der Form des Milieus zur multipel differenzierten Gesellschaft
  • II. Vokabulare und Kategorien der Milieuforschung
  • III. Differenzierungstheoretische Horizonte
  • IV. Milieu als Form
  • V. Formen der Form des Milieus
  • VI. Empirische Zugänge zu performativen Kulturen
  • Literatur
  • Drucknachweise

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