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Fremdes - Angst - Begehren

Annäherungen an eine Theorie transformatorischer Bildungsprozesse

Gereon Wulftange

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Gereon Wulftange, Fremdes - Angst - Begehren (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839430231

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Beschreibung

Bildung lässt sich nicht auf die Aneignung von Wissen oder auf den Erwerb von Kompetenzen reduzieren. Bildungsprozesse lassen sich vielmehr als ein transformatorisches Geschehen verstehen, in dessen Verlauf Welt- und Selbstentwürfe verändert werden. Ausgehend von diesem Bildungsverständnis geht Gereon Wulftange der Frage nach, wie es zu solchen Veränderungen kommt. Er nimmt hierzu auch die im Rahmen der bildungstheoretisch orientierten Biographieforschung kaum erforschte affektive Dimension des »Fremden« (Waldenfels) in den Blick und präzisiert sie, indem er Jacques Lacans psychoanalytische Überlegungen zu Angst und Begehren aus einer bildungstheoretischen Perspektive diskutiert.

Beschreibung

Gereon Wulftange (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) an der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg.

Kritik

»Wulftange [ist es] in beeindruckender Weise gelungen, die konstitutive und produktive Bedeutung der Angst systematisch aus psychoanalytischer Sicht für transformatorische Bildungsprozesse herauszuarbeiten. Auch im Allgemeinen stellt die Arbeit ein überfälliges Gegengewicht zu einseitig negativ konnotierten Positionen dar, die Angst psychologisierend pathologisieren (Schulangst, Leistungsangst etc.) oder ganz tabuisieren.«
Florian Dobmeier, Erziehungswissenschaftliche Revue, 16/5 (2017)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Fremdes – Angst – Begehren
  • Inhalt
  • 1. Anfänge: Statt eines Vorworts
  • 2. Empirische Exposition der Fragestellung: Erzählte Krisenerfahrungen im narrativen Interview mit Herrn Salman
  • 2.1 „Da fing mein grösstes Problem an“
  • 2.2 „Das war so eine peinliche Situation“
  • 2.3 Da „hat sich meine komplette Einstellung gegenüber Schule verändert“
  • 2.4 „Da ist meine Welt zusammengebrochen“
  • 2.5 Zur empirisch herausgestellten Fragestellung
  • Übergang
  • 3. Theoretische Exposition: Zu Kokemohrs Annäherung an eine Bildungsprozesstheorie
  • 3.1 Bildung als Prozess der Veränderung von Welt- und Selbstverhältnissen
  • 3.2 Zur Funktion des Erzählens
  • 3.3 Das Fremde als Herausforderung von Bildungsprozessen
  • 3.4 Zusammenfassung der Fragestellung
  • Übergang
  • 4. Das Fremde zwischen Pathos und Response: Eine bildungstheoretische Akzentverschiebung
  • 4.1 Waldenfels’ Anliegen und Grundzüge seines Problemzusammenhangs
  • 4.2 Pathos
  • 4.3 Bildungstheoretische Wendungen
  • 5. Zur Lacan’schen Psychoanalyse und ihren Anregungen für die Bildungstheorie
  • 5.1 Zu Lacans Anliegen: Rückkehr zu Freud und Aufbruch der Psychoanalyse
  • 5.2 Zu einigen Schwierigkeiten der Lacan’schen Texte
  • 5.3 Zu Lacans Theorie des Spiegelstadiums
  • 5.4 Zu Lacans Theorie der Angst: Vorbemerkungen
  • 5.5 Das Unheimliche als das Altbekannte und Längstvertraute bei Freud
  • 5.6 Das Unheimliche als Mangel am Mangel bei Lacan
  • 5.7 Die Angst ist nicht ohne Objekt
  • 5.8 Die Angst als Affekt
  • 5.9 Bildungstheoretische Wendungen
  • 6. Ausblick: Weiter machen
  • 6.1 Eine psychoanalytische Bildungsprozesstheorie empirisch erproben: Näher zu untersuchende Fragen
  • 6.2 Fragen zum Verhältnis des Geschehens in der analytischen Kur und in Prozessen der Bildung
  • 6.3 Ein aktueller Anknüpfungspunkt zum Verhältnis von bildungstheoretisch orientierter Biographieforschung und Psychoanalyse
  • 7. Literatur
  • Internetquellen
  • Im laufenden Text verwendete Siglen

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