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Private Romantik, öffentlicher Pragmatismus?

Richard Rortys transformative Neubeschreibung des Liberalismus

Martin Müller

Diese Publikation zitieren

Martin Müller, Private Romantik, öffentlicher Pragmatismus? (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839420416

Beschreibung / Abstract

Was ist der politische cash value von Richard Rortys Neopragmatismus? Dieses Buch wendet die pragmatische Methode auf Rortys Denken selbst an und fragt u.a.: Ist die Figur der liberalen Ironikerin, die eine pragmatisch-kommunitaristische Verabschiedung des Begründungsproblems verkörpert, überzeugend?
In dieser ersten umfassenden deutschsprachigen Monografie zu Rortys Neopragmatismus rekonstruiert Martin Müller dessen Neubeschreibung des Liberalismus als spannungsreiche Verbindung von Romantik und Pragmatismus und arbeitet im Vergleich vor allem mit Habermas, Rawls und Walzer seinen - ethisch motivierten - transformativen Charakter heraus.
Das Buch enthält zudem einen E-Mail-Austausch zwischen Richard Rorty und dem Autor.

Beschreibung

Martin Müller (Dr. phil.) ist Flugkapitän und seit 1998 Dozent an der Münchner Volkshochschule im Fachbereich Philosophie. Seine Forschungsschwerpunkte sind (Neo-)Pragmatismus, Politischer Liberalismus, Diskursethik, Nietzsche und Existenzialismus.

Kritik

»'Private Romantik, öffentlicher Pragmatismus?' ist nicht nur die bisher umfangreichste deutschsprachige Studie zu Rortys Philosophie insgesamt, sondern stellt zugleich eine äußerst reflektierte und kenntnisreiche Verteidigung seines liberalen Sprachgemeinschafts-Kommunitarismus dar.«
Dennis Sölch, Philosophisches Jahrbuch, 122/1 (2015)

»Diese beeindruckende Studie [setzt] den Maßstab für die weitere Auseinandersetzung mit Rortys Theorie.«
Jan Achim Richter, Portal für Politikwissenschaft, 27.03.2014

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Private Romantik, öffentlicher Pragmatismus?
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung: Wilde Orchideen und Trotzki
  • Erster Teil: Hoffnung statt Erkenntnis: der transformative Sprachpragmatismus als Verabschiedung des Repräsentationalismus
  • I. Kapitel: Antirepräsentationalismus und der „Spiegel der Natur“
  • II. Kapitel: Rortys radikale Alternative eines romantischen und instrumentalistischen Sprachspielpragmatismus
  • III. Kapitel: das Problem der Verabschiedung des Repräsentationalismus – die zwei Phasen von Rortys Verabschiedungsversuch und ihre Methoden
  • IV. Kapitel: Transformativer Pragmatismus und die Liebe zum Gespräch: Kontextualistische Rechtfertigung statt objektive Wahrheit
  • Fazit des ersten Teils
  • Zweiter Teil: Die minimalistische Neubeschreibung des Liberalismus als kontingente Utopie der privaten Selbsterschaffung und der öffentlichen Solidarität
  • V. Kapitel: Artikulation statt Begründung – Rortys liberaler und offensiver Antifundamentalismus im Vergleich mit Habermas und Rawls
  • VI. Kapitel: Minimalistischer Liberalismus der Begründung als kommunitaristische Artikulation und kontingente Utopie
  • VII. Kapitel: Solidarität statt Objektivität – Rortys Antiautoritarismus und die Utopie einer wahrhaft liberalen Kultur ohne Zentrum
  • VIII. Kapitel: Rortys sozialliberale Utopie eines Gleichgewichts zwischen privater Freiheit der Selbsterschaffung und öffentlicher Solidarität des Gefühls
  • Fazit des zweiten Teils
  • Dritter Teil: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ – pragmatische Bewährungsproben von Rortys Neubeschreibung des Liberalismus
  • IX. Kapitel: Kosmopolitischer Ethnozentrismus statt Kultur-Relativismus?
  • X. Kapitel: Wie ist Kritik der eigenen Rechtfertigungsgemeinschaft möglich? – Theorie und Praxis der Gesellschaftskritik bei Rorty
  • XI. Kapitel: Der ethnozentristische Wir-Begriff und seine religionspolitischen „Früchte“
  • XII. Kapitel: Die liberale Ironikerin als Verkörperung einer pragmatistischkommunitaristischen Transformation der normativen Frage
  • Fazit des dritten Teils
  • Schlussbetrachtung: Wir liberalen Ironiker?
  • Siglenverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang zum Literaturverzeichnis
  • Ausführliches Inhaltsverzeichnis
  • Personenregister

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