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Protest als Ereignis

Zur medialen Inszenierung von Bürgerpartizipation

Sarah Ertl

Diese Publikation zitieren

Sarah Ertl, Protest als Ereignis (2015), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839430675

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die mediale Inszenierung von Protest ist sowohl Zeichen der Ausgewogenheit demokratischer Teilhabe als auch Manifestation gesellschaftlicher Machtstrukturen. Die Medien dienen den Protestgruppen als Tor zur Aufmerksamkeit breiter Öffentlichkeiten. Allerdings kann bereits das sprachliche Framing in der Berichterstattung Protest marginalisieren oder kriminalisieren. Sarah Ertl geht (den Implikationen) der Protestberichterstattung in ihrer demokratischen Einbettung anhand verschiedener Case Studies nach. Dabei gerät neben dem Graswurzel-Protest auch das Phänomen des »Astroturfings« - das Lancieren von vermeintlichem Graswurzel-Protest durch profitorientierte Organisationen - in den Fokus.

Beschreibung

Sarah Ertl (Dr. phil.), Politik-, Sprach- und Medienwissenschaftlerin, lebt und forscht in Innsbruck und Brüssel. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Frame-, Diskurs- und Medienanalyse sowie Partizipationsforschung.

Kritik

»[Ein] sowohl für Politik- als auch Medienwissenschaft wichtiges Buch.«
Simone Vrckovski, MEDIENwissenschaft, 2 (2017)

»Was einstens in der Folge von Adornos Kritik der Kulturindustrie und 'Aufklärung als Massenbetrug' im Zuge kritischer Medienanalysen als 'Ideologieproduktion' etikettiert wurde, wird in der Arbeit von Sarah Ertl gehaltvoll gemacht und pointiert am Gegenstand demonstriert.«
Arnold Schmieder, www.socialnet.de, 15.09.2015

Besprochen in:
http://www.maecenata.eu, 8 (2015)
GMK-Newsletter, 8 (2015)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Protest als Ereignis
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung
  • Proteste zwischen medialer Kriminalisierung und Euphorie
  • »The Protester« im ruhmreichen Rampenlicht
  • Partizipation mit strategischer Protest-Inszenierung
  • Case Studies: Protestfälle im medialen Echo
  • Ziel und zentrale Fragen
  • Methodische Herangehensweise
  • I. Konzeptioneller Bezugsrahmen
  • II. Forschungsinteresse
  • III. Empirische Erhebung: Case Studies
  • IV. Leitende Fragen
  • V. Angewandte Analysemethoden
  • Reproduktion von Machtverhältnissen. Erzeugung von Hegemonie über Sprache und Medien
  • 1. Sprachliche Übernahme ideologischer Inhalte
  • 2. Öffentlichkeit als Forum politischer Partizipation
  • 3. Einflussfaktoren auf die Etablierung von Nachrichten
  • 4. Framing als Instrument zur Deutungsbeeinflussung
  • Graswurzel- und Astroturf-Protest in ihrer medialen Realisierung. Die beiden Protestformen und ihre spezifischen Merkmale
  • 1. Protest: Motiv und diskursive Zielformulierung
  • 2. Astroturf-Protest: Finanzierter Widerstand
  • 3. Vermarktung von Protest
  • 4. Formen der Protestberichterstattung
  • Das kollektive Entsetzen über die London Riots. Die Proteste im Spiegel österreichischer Printmedien
  • 1. Einleitende Bemerkungen
  • 2. Auslöser und Protestaktionen
  • 3. InitiatorInnen
  • 4. TeilnehmerInnen
  • 5. Organisation
  • 6. Motive und Ziele
  • 7. Finanzierung
  • 8. Analyse
  • Das mediale Spektakel der protestierenden Bürgermeister. Die (fast) erfolgreiche Inszenierung einer Autobahnblockade
  • 1. Einleitende Bemerkungen
  • 2. Auslöser und Aktionen
  • 3. InitiatorInnen
  • 4. TeilnehmerInnen
  • 5. Organisation
  • 6. Motive und Ziele
  • 7. Finanzierung
  • 8. Analyse
  • Das massenmediale Ignorieren von Widerstand. Ein griechischer Umweltprotest im Ringen um Aufmerksamkeit
  • 1. Einleitende Bemerkungen
  • 2. Edelmetallförderung in Nordgriechenland
  • 3. Media Ownership in Griechenland
  • 4. Gründe des Widerstands
  • 5. Aktionen und Medienreaktion: Ignorieren von Protest
  • 6. Datenerhebung
  • 7. Analyse
  • Gesamtanalyse
  • 1. Framing und Darstellung der Proteste
  • 2. Wirksamkeit der Einflussfaktoren
  • 3. Astroturfproteste im Vergleich mit Graswurzelprotesten
  • 4. Protest als Partizipationsmöglichkeit
  • 5. Ideologie und Hegemonie in der Protestberichterstattung
  • Schlusswort
  • Konklusion
  • Konsequenzen, Alternativen und Auswege
  • Nachwort
  • Literatur

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