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Die schwedische Hilfeform Kontaktfamilie - präventive und unterstützende Hilfe oder eine Form der Pflegeunterbringung für das Kind?

Lotta Berg Eklundh

Diese Publikation zitieren

Lotta Berg Eklundh, Die schwedische Hilfeform Kontaktfamilie - präventive und unterstützende Hilfe oder eine Form der Pflegeunterbringung für das Kind? (31.03.2020), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0947-8957, 2014 #4, S.237

Beschreibung / Abstract

Die Kontaktfamilie ist eine besondere Unterstützungsmaßnahme für Kinder in Familien mit sozialen Problemen. Das Kind erhält eine ‚zusätzliche´ Familie, mit der es über begrenzte Zeiträume Zeit verbringt, zum Beispiel ein oder zwei Wochenenden pro Monat oder ein oder zwei Abende unter der Woche und mehrere Urlaubswochen pro Jahr. Diese Form der sozialen Unterstützung ist die in Schweden am häufigsten genutzte Hilfeform, was die soziale Unterstützung von Familien angeht. Ca. 22.000 Kinder sind zurzeit Empfänger_innen dieser Unterstützungsleistung, die Entlastung sowohl für die Kinder als auch für deren Eltern bietet.

Das Sozialamt der Kommune, in der das Kind mit seiner biologischen Familie lebt, entscheidet über die Gewährung der Unterstützung durch eine Kontaktfamilie und kommt auch für die entstehenden Kosten auf. Obwohl die Kontaktfamilie die am weitesten verbreitete Hilfeform ist und seit mehr als 20 Jahren genutzt wird, ist das Wissen über ihre Wirkung und Ergebnisse begrenzt. Bisher haben nur wenige Forschungsprojekte schwerpunktmäßig Kontaktfamilien in den Blick genommen.

Im Folgenden werden zunächst der Hintergrund und statistische Daten zu Kontaktfamilien in Schweden ausgeführt. Anschließend wird die Längsschnittstudie zur Ausgestaltung und Entwicklung der Unterstützungsform Kontaktfamilie dargestellt, wobei unter anderem die Frage der Beteiligung der Kinder am Hilfeprozess schwerpunktmäßig betrachtet wird.

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