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Die überforderte Generation

Arbeit und Familie in der Wissensgesellschaft

Hans Bertram und Carolin Deuflhard

Diese Publikation zitieren

Hans Bertram, Carolin Deuflhard, Die überforderte Generation (2014), Verlag Barbara Budrich, 51379 Leverkusen, ISBN: 9783847404347

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Musste die Generation der Nachkriegszeit - die „skeptische Generation“ von Helmut Schelsky – teilweise ohne Kindheit gleich erwachsen werden, wird das Erwachsenwerden für die „überforderte Generation“ der Gegenwart hinausgezögert: Der Berufseinstieg erfolgt für diese Generation spät und oft auf unsicheren Wegen; dann ist die Familiengründung oft in kürzester Zeitspanne zu bewältigen. Ihr Pragmatismus, ihre Vernunftorientierung, auch ihre Skepsis gegenüber großen Ideen und Heilsversprechen basieren nicht mehr auf jener furchtbaren Erfahrung der Großeltern, die ohne Jugend gleich erwachsen geworden sind, sondern eher auf der zunehmenden Einsicht, dass sich trotz einer glücklichen und wohlhabenden Kindheit, hohen Bildungsqualifikationen und einer reichen Gesellschaft das Versprechen der Kindheit vermutlich nicht einlösen lässt, sich ihre Zukunft nach den eigenen Möglichkeiten zu gestalten. Sie sind zwar unglaublich gebildet, aber die Wege in die Berufswelt sind unsicher und unüberschaubar geworden. Musste die skeptische Generation teilweise ohne Kindheit gleich erwachsen sein, wird bei der überforderten Generation das Erwachsenwerden hinausgezögert und die Übergänge in die Selbstständigkeit sind außerordentlich schwierig.

Kritik

Das Buch nimmt sich ein aktuelles Thema vor, es ist wegen seiner gründlichen theoretischen wie auch empirischen Ausarbeitungen sehr zu empfehlen.
Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 4/2015
ZDF-Magazin "sonntags" (08.03.2015)

Kölner Stadt-Anzeiger (27.02.2015)

Huffington Post (04.02.2015)

Tagesspiegel (03.02.2015)

Deutschlandfunk (02.02.2015)

Welt am Sonntag (25.01.2015)

Bundeszentrale für politische Bildung (06.11.2014)

Zeit 6/2014

Deutschlandradiokultur (03.11.2014)

Deutschlandfunk (23.10.2014)









Das Buch mag der Politik somit ein wenig auf die Füße treten. Zugleich ist es für demografisch Interessierte geeignet, die aufwendige Sozialstrukturanalysen nicht scheuen.
neue Caritas 9/2015


Es ist den Autoren gelungen, eine fundierte wissenschaftliche theoretische und empirische Analyse zum Generationenwandel in Deutschland vorzulegen, die einen guten Ansatzpunkt für weitere Diskurse und Forschungsvorhaben bietet.
socialnet.de, 05.03.2015


Das Buch ist eine äußerst präzise Beschreibung der aktuellen Realitäten.
Alex 1/15


Die Forscherin und der Forscher zeigen mit ihrer Studie, dass sich die Lebensläufe in diesem Zeit­raum drastisch verändert haben.
CEWS Jornal 97/2015


Das Buch eignet sich vor allem für fortgeschrittene Bachelorstudierende, die ihren Schwerpunkt in der Arbeits-, Familien- und Lebensverlaufssoziologie setzen, außerdem für Studierende die sich mit dem in der soziologischen Diskussion an immer wichtigere Thema der Lebensführung beschäftigen.
Patrick Kaminski im Rahmen von Read and Feed, 31.05.2015


Dieses Buch eignet sich für die vertiefenden Studien Master- oder Promotion. Es diskutiert anhand umfassenden Daten die Problematik von Arbeit und Familie in der Wissensgesellschaft.
Stephanie Rigano im Rahmen von Read and Feed, 11.05.2015


Das Werk ist von hochaktueller Relevanz und kann vor allem im Bereich der Generationssoziolgie als Grundlagenliteratur genutzt werden.
Lisa Tegge im Rahmen von Read and Feed, 01.05.2015


Eine gute theoretische Fundierung und eine sehr analytische Sichtweise bewirken, dass die Autoren nicht nur an der Oberfläche des Themas kratzen, sondern auch in die Tiefe vordringen.
Annina Aßmann im Rahmen von Read and Feed, 28.04.2015


[Das Buch] bietet [...] einen sehr guten Einblick in die Soziologie des Lebenslaufs.
Anja Schmidt-Kleinert im Rahmen von Read and Feed, 21.04.2015


Das Buch gewinnt vor allem durch die Einbeziehung neuster statistischer Daten und einer kontinuierlichen Rückkopplung an die Generation der Jahrgänge 1930-40 als Kontrastiv.
Dany Thomas im Rahmen von Read and Feed, 09.04.2015

Beschreibung

Prof. Dr. Hans Bertram, Fellow am IGK Arbeit und Lebenslauf in globalgeschichtlicher Perspektive, Humboldt-Universität zu Berlin Carolin Deuflhard, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Mikrosoziologie, Humboldt-Universität zu Berlin

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Die überforderte Generation. Arbeit und Familie in der Wissensgesellschaft
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • 1. Es kommt nicht nur auf den Anfang an
  • 2. Lebensläufe im Wandel
  • 2.1 Demografische Paradoxien
  • 2.2 Der Zweite Demografische Übergang
  • 2.3 Von der landwirtschaftlichen Familie zur Familie der Dienstleistungsgesellschaft
  • 2.4 Das Szenario des neuen Lebenslaufs
  • 2.5 Die Neuorganisation von Lebensereignissen im jungen Erwachsenenalter
  • 3. Struktureller Individualismus und methodologischer Nationalismus
  • 4. Industriegesellschaft, Wissensgesellschaft und Familie
  • 4.1 Familie in der Industriegesellschaft: Traditional-Warm
  • 4.2 Die Stille Revolution: Selbstbestimmung durch Bildung und Arbeit und die gewonnenen Jahre
  • 4.3 Warm-moderne und kalt-moderne Familienstrukturen und gesellschaftliche Differenzierung
  • 4.4 Der flexible Mensch, die Informationsgesellschaft und die kreative Klasse: Lebensformen heute
  • 4.5 Familie heute: Flexibel und strukturell überfordert
  • 4.6 Familiäre Lebensformen und die kreative Klasse
  • 5. Familien: Lebensläufe, Wohlbefinden und Familienpolitik
  • 5.1 Die Familie als Herstellungsleistung durch kooperativen Individualismus
  • 5.2 Multilokale Beziehungen als Herstellungsleistung von Familien
  • 5.3 Die ökonomische Basis der Familie als Herstellungsleistung des Paares
  • 5.4 Die Illusion der zeitlichen Entlastung
  • 5.5 Perspektiven nachhaltiger Familienpolitik und elterliches und kindliches Wohlbefinden
  • 5.6 Neue Lebensläufe und die Überwindung der Rushhour des Lebens
  • 5.7 Infrastruktur, Nachbarschaft und kooperativer Individualismus
  • 5.8 Die neue ökonomische Basis von Familien und staatliche Unterstützung
  • 5.9 Struktureller Individualismus, elterliches Wohlbefinden und subjektive Autonomie
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang zur Methode

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