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Literarische Musikästhetik

Thorsten Valk

Diese Publikation zitieren

Thorsten Valk, Literarische Musikästhetik (2008), Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main, ISBN: 9783465135920

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Diese Studie widmet sich dem Phänomen der literarischen Musikästhetik im Zeitraum zwischen 1800 und 1950. Im Rahmen eines transdisziplinären Ansatzes führt sie literatur- und musikwissenschaftliche Interpretationsverfahren zusammen und erschließt damit einen zentralen literarisch-musikalischen Diskurs des 19. und 20. Jahrhunderts. Anhand detaillierter Werkanalysen demonstriert der Autor, dass die romantische Musikästhetik, die um 1800 von Wilhelm Heinrich Wackenroder, Ludwig Tieck und E.T.A. Hoffmann begründet wird, nicht auf kompositionsgeschichtliche, sondern auf literarhistorische Transformationsprozesse im ausgehenden 18. Jahrhundert reagiert. Das romantische Musikverständnis, das sich sowohl von der barocken und im Umfeld der Oper entwickelten Affektenlehre als auch von der empfindsamen Gefühlsästhetik abhebt, ist somit als ein primär literarisches Phänomen anzusehen. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Studie dem Fortleben der romantischen Musikästhetik in Werken von Eduard Mörike, Franz Werfel und Thomas Mann.

Inhaltsverzeichnis

  • Front Cover
  • Impressum
  • Inhalt
  • I. Literarische Musikästhetik seit 1800
  • I.1 Die romantische Musikästhetik als literarisches Phänomen
  • I.2 Das Zwei-Welten-Modell in der literarischen Musikästhetik
  • II. Wackenroder, Tieck: "Berglingeriana"
  • II.1 Auf dem Weg zu einer neuen Musikästhetik
  • II.2 Jahre des Enthusiasmus - Berglingers Adoleszenz
  • II.3 Jahre des Leidens - Berglinger als Kapellmeister
  • III. E.T.A. Hoffmanns "Ritter Gluck"
  • III.1 Die Idee einer autonomen Tonkunst
  • III.2 Die Bedeutung der Oper für Hoffmanns Musikverständnis
  • III.3 "Ritter Gluck" und die romantische Musikästhetik
  • IV. Eduard Mörike: "Mozart auf der Reise nach Prag"
  • IV.1 Romantische Kunstauffassung und biedermeierliche Musikkultur
  • IV.2 Licht und Schatten - Mörikes Mozartbild
  • IV.3 Zwischen Ablehnung und Aneignung - das Erbe der romantischen Musikästhetik
  • V. Franz Werfel: "Verdi. Der Roman der Oper"
  • V.1 Die Dichotomie als musikästhetische Reflexionsfigur
  • V.2 Werfels Revision der romantischen Kunstauffassung
  • V.3 Franz Werfel als Initiator der Verdi-Renaissance im frühen 20. Jahrhundert
  • V.4 Demokratische Tonkunst und antiromantische Musikästhetik
  • VI. Thomas Mann: "Doktor Faustus"
  • VI.1 Emanzipation der Dissonanz
  • VI.2 "Doktor Faustus" im Spannungsfeld zwischen Schönberg und Adorno
  • VI.3 Komponieren im Zeitalter des Fin de siècle
  • VI.4 Die Dodekaphonie im Ideengefüge des "Doktor Faustus"
  • VI.5 Aporien der musikästhetischen Programmatik im "Doktor Faustus"
  • VI.6 Von Berglinger zu Leverkühn
  • Siglenverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Register

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