Zugriffsrechte erwerben. Einloggen

Zeit heilt nicht alle Wunden

Kompendium zur Psychotraumatologie

Diese Publikation zitieren

Ulrich Sachsse(Hg.), Annette Streeck-Fischer(Hg.), Ibrahim Özkan(Hg.), Zeit heilt nicht alle Wunden (2012), Vandenhoeck & Ruprecht, 37073 Göttingen, ISBN: 9783647401867

Getrackt seit 05/2018

178
Downloads
2
Quotes

Beschreibung / Abstract

Trauma ist inzwischen kein »Modebegriff« mehr und nach Ansicht kompetenter Traumatherapeuten auch nie gewesen. Die Traumaperspektive ist in Psychotherapie, Psychoanalyse, Psychosomatik und Psychiatrie fest etabliert. Es ist unabweisbar, dass Traumatisierungen, insbesondere in Kindheit und Jugend, die Lebensperspektive der Betroffenen zeitlebens überschatten und die Gesellschaft auf Jahrzehnte belasten. »Zeit heilt alle Wunden« drückt einen Wunsch aus. Dieser Spruch ist entstanden aus der Erfahrung von einem Teil der Traumatisierten, deren Störungen sich tatsächlich in einigen Monaten bessern. Beruhigend, beschwichtigend, vielleicht sogar abschiebend ist diese Redewendung jedoch bei jenen Traumatisierten, deren Störungen eben nicht von der Zeit geheilt werden, denen aber bisher nicht zu helfen war. Heute ist weit mehr möglich als noch vor zehn Jahren. Dieses Kompendium legt die Fortschritte in Forschung und Therapie zu zentralen Fragen der Psychotraumatologie vor. Einige Kontroversen sind inzwischen wissenschaftlich fundiert zu beantworten, etwa die Frage: Stabilisieren oder Konfrontieren? Hier lautet die einfache, klinisch lange bekannte und inzwischen empirisch belegte Antwort: Stabilisieren und Konfrontieren. Weitere Kontroversen werden zu neuen Fragen und Antworten führen.

Beschreibung

Von wegen, Zeit heilt alle Wunden

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Title Page
  • Copyright
  • Table of Contents
  • Body
  • Vorwort
  • Literatur
  • Traumatisierung, Genetik und Posttraumatische Belastungsstörung
  • Die Assoziation zwischen Trauma, PTBS und Depression
  • Prädisponierende Faktoren traumassoziierter Störungen
  • Neuroendokrine und neurodegenerative Folgen von Stress und Traumatisierung
  • Genetik und Gen-Umwelt-Interaktion der PTBS
  • Zusammenfassung und Ausblick
  • Literatur
  • Zur Bedeutung der Epigenetik für die Posttraumatische Belastungsstörung und ihre intergenerationale Weitergabe
  • Einleitende Bemerkungen zur Epigenetik
  • Geschichtlicher Rückblick zur Posttraumatischen Belastungsstörung
  • Epigenetische Faktoren und PTBS
  • Cytosin-Methylierung in Folge abweichender maternaler Fürsorge
  • Die Bedeutung der Epigenetik für die transgenerationale Weitergabe von PTBS
  • Intrauterine epigenetische Mechanismen und ihre Bedeutung für die PTBS
  • Zur Interaktion von Genetik und Epigenetik
  • Schlussfolgerung
  • Literatur
  • Zehn-Jahresverlauf der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und bei Patienten mit anderen Persönlichkeitsstörungen
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung
  • Verlauf der BPS innerhalb von zehn Jahren
  • PTBS und BPS
  • Prävalenz der PTBS bei Patienten mit BPS und Patienten mit anderen Persönlichkeitsstörungen im Zehn-Jahres-Verlauf
  • Remission, erneutes Auftreten und erstmaliges Auftreten der PTBS bei Patienten mit BPS und Patienten mit anderen Persönlichkeits
  • Der Zusammenhang zwischen sexuellen Widrigkeiten und der Wahrscheinlichkeit einer Remission und eines erneuten Auftretens einer
  • Diskussion
  • Literatur
  • Die Behandlung der komplexen Post­traumatischen Belastungsstörung kPTBS – Ein Phasen-orientiertes Modell
  • Die komplexe Posttraumatische Belastungsstörung kPTBS
  • Das Zwei-Phasen-Modell der Behandlung
  • Outcome-Forschung
  • Ergebnisse
  • Ausblick
  • Literatur
  • Neurobiologische Grundlagen und Veränderungen nach traumatischen Lebenserfahrungen
  • Stressbewältigungssysteme
  • Posttraumatische seelische Störungen
  • Neurobiologische Traumafolgen
  • Erklärungen für Verkleinerungen des Hippocampus
  • Funktionelle Veränderungen neuraler Muster
  • Komplexe Traumafolgestörungen BPS, kPTBS und dissoziative Störungen
  • Bindungsund Beziehungstrauma (Attachment-Trauma/Relational Trauma)
  • Literatur
  • Diagnostik von Traumafolgestörungen mittels Fragebogen
  • Kontroverse Diskussionen um den Traumabegriff und das Konzept der PTSD
  • Kriterien für eine PTSD nach DSM-IV und ICD-10
  • Prävalenz traumatischer Ereignisse und Posttraumatischer Störungen
  • Mögliche Entwicklungswege nach einem Trauma
  • Messinstrumente und diagnostische Aspekte bei Erwachsenen
  • PTSD-Prävalenz nach PTSS-10 und ETI
  • Diagnostische Aspekte bei Kindern und Jugendlichen
  • PTSD-Prävalenz nach CRIES-13 und ETI-KJ
  • Zusammenfassende Bewertung
  • Literatur
  • Die Entwicklungstraumastörung – Probleme der Diagnostik und Behandlung von komplex traumatisierten Jugendlichen
  • Fallbeispiel
  • Probleme der Behandlung
  • Warum Jugendliche nicht reden
  • Literatur
  • Entwicklungsverläufe nach Traumatisierung im Kindesalter
  • Epidemiologie
  • Traumaopfer-Typen
  • Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung
  • Fallvignetten zu Traumatyp 1
  • Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz
  • Entwicklungstraumastörung
  • Fallvignetten komplexer Traumatisierung im Kindesalter
  • Zeit heilt nicht alle Wunden!
  • Literatur
  • Bindung, Trauma, Schmerz
  • Neurobiologische Zusammenhänge von Schmerzund Stressverarbeitung
  • Schmerz und Bindung
  • Frühkindliche Belastungsfaktoren und spätere Stressvulnerabilität
  • Frühkindliche Belastungsfaktoren bei somatoformer Schmerzstörung
  • Differentialdiagnose der somatoformen Störung mit Leitsymptom Schmerz (vgl. Abb. 1)
  • Konsequenzen für die Therapie
  • Schlussfolgerungen
  • Literatur
  • Zwischen Selbstreflexion und Selbst-Überzeugtsein – Kognitive Einsicht bei dissoziativen und schizophrenen Störungen und das »Dissoziationsparadox«
  • Vorbemerkungen
  • Stichprobe und Methode
  • Befunde
  • Diskussion
  • Literatur
  • Anhang: Fragebogen der Beck-Kognitive-Einsichts-Skala (BCIS)
  • Migration: Traum oder Trauma?
  • Traumata bei Patienten mit Migrationshintergrund
  • Migrationsund Akkulturationsstress
  • Grenzgang zwischen den Welten
  • Transkulturelle Achtsamkeit/Begegnung
  • Therapeutische Behandlung von traumatisierten Patienten mit Migrationshintergrund
  • Fallbeispiel
  • Literatur
  • Ego States in Aktion – Integrative Systemaufstellungen (ISA) in der Traumatherapie
  • Aufstellungsarbeit und Ego-State-Therapie – methodische Nachbarn in der Handhabung subjektiver Innenwelten
  • Warum Aufstellungsarbeit in der Traumatherapie?
  • Inszenierter Kontext zur Veranschaulichung komplexer Systemdynamiken
  • Embodiment
  • Distanzierung von Belastendem – Intensivierung von Ressourcen
  • Phasenspezifischer Support
  • Besonderheiten der Integrativen Systemaufstellungen (ISA) im Traumakontext
  • Integrative Systemaufstellungen als traumakompatible Gruppentherapie
  • Kontraindikationen
  • Resümee: Vorteile, Gefahren, künftige Entwicklungen
  • Literatur
  • Niemand kann mich halten – Alltagspädagogik mit traumatisierten Jugendlichen
  • Heilung braucht Zeit
  • Beziehung
  • Sicherheit und Struktur
  • Normalität fördern
  • Getriggertes Verhalten
  • Selbststeuerung und Selbstbestimmung
  • Dissoziation unterbrechen
  • Trauer verarbeiten
  • Spiritualität
  • Tiere
  • Selbstverletzung und Suizidalität
  • Humor als unschätzbare Ressource
  • Psychotherapie, Psychiatrie und Medikation
  • Selbstfürsorge
  • Elternarbeit
  • Literatur
  • Die Autorinnen und Autoren
  • Back Cover

Ähnliche Titel