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Hysterie

Diese Publikation zitieren

Alfried Längle(Hg.), Hysterie (2001), facultas.wuv - Maudrich, 1050 Wien, ISBN: 9783990300138

Beschreibung / Abstract

Hysterisch ist ein Schimpfwort geworden – das Hysterische wird belächelt, nicht ernst genommen. Man schämt sich dafür, und niemand will es sein. Das Leiden bleibt – es versteckt sich hinter wechselnden Bildern.
Da das Hysterische sich ständig entzieht, ist es schwer zu fassen. Einem Chamäleon gleich – heute hat es sogar den Namen gewechselt –, streicht es nun als „histrionische“ Störung den Schauspieler hervor, der erfolgreich ist in Karriere, Business, Abenteuern. Doch wer versteht das Leiden und den Schmerz, wer ahnt die Einsamkeit, die Leere und Enge hinter dem Aufdringlichen, Schrillen oder vielleicht Verschüchterten, Verschämt-Verzagen?
Dieses Buch erschließt einen Zugang. Es vermittelt Verständnis und erklärt den Modus der hysterischen Entwicklung, ihre Psychodynamik und Behandlung. Es verweist aber auch auf Fähigkeiten, Begabungen und individuelles Leiden aus existenzanalytischer Sicht – einem Blickpunkt der persönlichen Lebensgestaltung und des Sich-selber-Findens.

Beschreibung

Längle Alfried, Dr. med., Dr. phil., DDr. h.c., Privatdozent Univ.-Prof., geb. 1951, Studium der Medizin und Psychologie in Innsbruck, Rom, Toulouse und Wien, Arzt für Allgemeinmedizin und psychotherapeutische Medizin, klinischer Psychologe, Psychotherapeut, Lehrtherapeut (GLE, Österr. Ärztekammer); Vorsitzender und Gründungsmitglied der internationalen Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse (GLE) mit Sitz in Wien, jahrelange persönliche Zusammenarbeit mit V. Frankl; Mitherausgeber der Zeitschrift „Existenzanalyse“; Psychotherapeut in freier Praxis in Wien.

Inhaltsverzeichnis

  • ALFRIED LÄNGLE (HG.) Hysterie
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • „Ich steh’ voll auf Empfang und bekomm’ doch nichts rein ...“
  • Vorbemerkung
  • Anthropologische Aspekte zum hysterischen Erscheinungsbild: die „Marketing-Orientierung“ nach Erich Fromm
  • Existenzphilosophische Aspekte zum hysterischen Erscheinungsbild: Das „Verfallen-Sein“ nach Martin Heidegger
  • Die Bedeutung des Selbstseins
  • Abschließende Bemerkungen
  • Literatur
  • Unser Verständnis der Phänomenologie und Psychodynamik der Hysterie am Ende des 20. Jahrhunderts
  • Die Auflösung der „Hysterie“ und des „Hysterischen“ in der Psychiatrie
  • Das Konzept des hysterischen Modus
  • Was sind die „ödipalen“ Konflikte?
  • Abgrenzung der hysterischen Quasi-Veränderung der Selbstrepräsentanz und der hysterischen Inszenierung von anderen, scheinbar ähnlichen Vorgängen
  • Geschlechtsunterschiede. Kommt der hysterische Modus häufiger bei Frauen als bei Männern vor?
  • Zusammenfassung
  • Literatur
  • Das Bild der Hysterie in der Existenzanalyse - Psychopathologie, Psychopathogenese und existentielle Dynamik
  • 1. Hysterische Züge und das existentielle Thema
  • 2. Das Problem mit der hysterischen Neurose
  • 3. Symptomatologie der hysterischen Neurosengruppe
  • 4. Die hysterischen Mittel
  • 5. Linien des hysterischen Bildes
  • 6. Die hysterische Affektlage und ihre Psychodynamik
  • 7. Psychopathologie und Psychopathogenese
  • 8. Psychopathogenese auf existentieller Ebene
  • 9. Spezielle Fähigkeiten des hysterischen Menschen
  • Literatur
  • Alles (k)ein Problem – Praxis, Theorie und Therapie der histrionischen Persönlichkeitsstörung
  • I) GLORIA
  • II) Warum histrionische Menschen so egozentrisch sind – THEORIE DER HISTRIONISCHEN PERSÖNLICHKEIT
  • III) DIE THERAPIE DER HISTRIONISCHEN STÖRUNG
  • Schlußbemerkung
  • Literatur
  • Die hysterische Persönlichkeitsstörung
  • Einführung
  • Das Thema
  • Die Geschichte der Störung
  • Gegenreaktion
  • Die Mittel
  • Psychopathogenese entsprechend der existentiellen Grundmotivationen
  • Einige Charakteristika im Erscheinungsbild hysterischer Persönlichkeitsstörungen
  • Bemerkungen zur existenzanalytischen Therapie der hysterischen Persönlichkeitsstörung
  • Die anderen Persönlichkeitsstörung des Selbst
  • Schlußbemerkung
  • Literatur
  • Hysterie – Diagnose oder Diskriminierung?
  • Die Begriffe „Hysterie“ und „hysterisch“ im umgangssprachlichen Gebrauch und medizinischen Alltag
  • Das Störungsbild der Hysterie und dessen Veränderungen im Laufe derGeschichte
  • Sigmund Freud und die Hysterie
  • Das Störungsbild der Hysterie
  • Die Hysterie im DSM und ICD
  • Die existenzanalytische Auffassung der hysterischen bzw. histrionischen Störung
  • Zusammenfassung
  • Literatur
  • Anna – das grenzverletzte Kind
  • Das schwierige Kind
  • Der Beginn der Therapie
  • Anna und ihre Familie
  • Das Geheimnis
  • Der Wirbel
  • Die Verletzung
  • Die Entlastung
  • Der Schutz
  • Rückblick
  • Literatur
  • Die Persönlichkeitsstörungen des Selbst Eine existenzanalytische Theorie der Persönlichkeitsstörungen der hysterischen Gruppe
  • 1. Die Hauptformen psychischer Störungen der Hysterie
  • 2. Die Persönlichkeit
  • 3. Die Persönlichkeitsstörung
  • 4. Die existenzanalytischen Entstehungsmodelle der Persönlichkeitsstörungen
  • 5. Persönlichkeitsstörungen als Reaktion auf die Grundstimmung
  • 6. Entstehung der Persönlichkeitsstörungen als Reaktion auf die Verletzung existentieller Grundthemen („Grundmotivationen“)
  • 7. Der spezifische verdrängte emotionale Hintergrund des Schmerzes
  • 8. Modell der Entwicklung von Persönlichkeitsstörungen auf der Basis der Prozeßebene (PEA)
  • 9. Diskussion zur Zuordnung der Persönlichkeitsstörungen des Selbst
  • Literatur
  • Das Selbst als Prädilektionsstelle von Dissoziation undSpaltung
  • Das „Selbst“
  • Störungen im Ich- und Selbstbereich
  • Entwicklung der Spaltung des Selbst
  • Formen von Dissoziationen
  • Das existentielle Thema der Persönlichkeitsstörungen des Selbst(seins) (der 3. GM)
  • Spezifische Ressourcen der Persönlichkeit
  • Literatur
  • Anhang
  • Unterschiedliche internationale Klassifikation hysterischer Störungen
  • Literatur –Auswahl zur Hysterie

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