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Denen von milder Gunst des Schicksals kein wohlgeordnetes Familienleben vergönnt war

Kleinkinderbewahranstalten und Kindergärten in Freiburg 1848 - 1945 Lambertus Forschung

Klaus Burger

Diese Publikation zitieren

Klaus Burger, Denen von milder Gunst des Schicksals kein wohlgeordnetes Familienleben vergönnt war (1998), Lambertus Verlag, Freiburg, ISBN: 9783784124445

Getrackt seit 05/2018

31
Accesses

Beschreibung

Als öffentliche Einrichtungen für Drei- bis Sechsjährige sind Kindergärten heute etwas Selbstverständliches und gelten als wichtige Ergänzung der familiären Erziehung. Ursprünglich nur zur Versorgung armer Kinder gedacht, um diese vor Verwahrlosung zu schützen, hängt die Entstehung von Bewahranstalten und Kindergärten im 19. Jahrhundert eng mit der Erwerbstätigkeit von Frauen zusammen. Die vorliegende Lokalstudie zeichnet diese Entwicklung am Beispiel der Stadt Freiburg im Breisgau nach: Bürgerliche und kirchliche Vereinigungen sahen die Gründung solcher Einrichtungen aus sozialen wie pastoralen Motiven als ihre Aufgabe an. Nach 1900 zeigte der Staat zunehmendes Interesse an der öffentlichen Kleinkinderbetreuung. Um die eigene Position zu behaupten schlossen sich die Anstaltsträger in Verbänden zusammen. Eine besondere Rolle spielte in Freiburg dabei der Deutsche Caritasverband. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Untersuchung der Kleinkinderfürsorge im Nationalsozialismus. Die quellenreiche und durch Zeitzeugenberichte ergänzte Studie vergleicht rund sechzig Freiburger Kindergärten und Bewahranstalten hinsichtlich Einrichtungstyp, Finanzierung und Trägerstruktur. Deutlich wird im Spiegel einer Stadt der Wandel öffentlicher Kleinkindererziehung in einem Jahrhundert.

Klaus Burger, Historiker, beschäftigt sich mit der Lokalgeschichte Freiburgs und sozial- und alltagsgeschichtlichen Fragestellungen.

Beschreibung / Abstract

Als öffentliche Einrichtungen für Drei- bis Sechsjährige sind Kindergärten heute etwas Selbstverständliches und gelten als wichtige Ergänzung der familiären Erziehung. Ursprünglich nur zur Versorgung armer Kinder gedacht, um diese vor Verwahrlosung zu schützen, hängt die Entstehung von Bewahranstalten und Kindergärten im 19. Jahrhundert eng mit der Erwerbstätigkeit von Frauen zusammen. Die vorliegende Lokalstudie zeichnet diese Entwicklung am Beispiel der Stadt Freiburg im Breisgau nach: Bürgerliche und kirchliche Vereinigungen sahen die Gründung solcher Einrichtungen aus sozialen wie pastoralen Motiven als ihre Aufgabe an. Nach 1900 zeigte der Staat zunehmendes Interesse an der öffentlichen Kleinkinderbetreuung. Um die eigene Position zu behaupten schlossen sich die Anstaltsträger in Verbänden zusammen. Eine besondere Rolle spielte in Freiburg dabei der Deutsche Caritasverband. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Untersuchung der Kleinkinderfürsorge im Nationalsozialismus. Die quellenreiche und durch Zeitzeugenberichte ergänzte Studie vergleicht rund sechzig Freiburger Kindergärten und Bewahranstalten hinsichtlich Einrichtungstyp, Finanzierung und Trägerstruktur. Deutlich wird im Spiegel einer Stadt der Wandel öffentlicher Kleinkindererziehung in einem Jahrhundert.

Klaus Burger, Historiker, beschäftigt sich mit der Lokalgeschichte Freiburgs und sozial- und alltagsgeschichtlichen Fragestellungen.

Inhaltsverzeichnis

  • "Denen von milder Gunst des Schicksalskein wohlgeordnetes Familienleben vergönnt war"
  • Inhalt
  • Einleitung
  • 1. Freiburg zwischen 1800 und 1945
  • 1.1 WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG
  • 1.2 BEVÖLKERUNGSWACHSTUM, EINWOHNERSEGREGATION, SOZIALER WOHNUNGSBAU UND VOLKSSCHULWESEN
  • 1.3 POLITISCHE PARTIZIPATION UND STADTVERWALTUNG
  • 1.4 GESELLSCHAFT UND PARTEIEN
  • 2. Verteilung der Anstalten für Kleinkinderfürsorgeim Stadtgebiet
  • 3. Anstaltsträger
  • 3.1 VEREINE
  • 3.2 NICHTKONFESSIONELLE VEREINE
  • 3.3 KONFESSIONELLE VEREINE
  • 3.4 PRIVATPERSONEN UND FIRMEN
  • 3.5 ÖFFENTLICHE TRÄGER
  • 4. Finanzierung der Anstalten und Unterstützungdurch die Kommune
  • 4.1 FINANZIERUNG AUS EIGENMITTELN
  • 4.2 SUBVENTIONEN DER STADT FREIBURG
  • 4.3 ELTERNINITIATIVEN
  • 5. Situation der Kinder
  • 5.1 WAS IST KINDHEIT?
  • 5.2 KINDER IN FREIBURG
  • 6. Kleinkindpädagogik und Kindergärtnerinnenseminare
  • 6.1 PÄDAGOGISCHE KONZEPTIONEN ZUR KLEINKINDERERZIEHUNG
  • 6.2 KINDERGÄRTNERINNENSEMINARE
  • 7. Pädagogische Praxis und Personalstruktur
  • 7.1 PÄDAGOGISCHE PRAXIS
  • 7.2 PERSONALSTRUKTUR
  • 7.3 LAIENKRÄFTE UND PRIVATPERSONEN
  • 7.4 DIAKONISSEN UND ORDENSSCHWESTERN
  • 8. Staat und Verbände
  • 8.1 STAATLICHE AUFSICHT, GESETZE UND VERORDNUNGEN
  • 8.2 VERBÄNDE
  • 8.3 DEUTSCHER CARITASVERBAND
  • 9. Fallstudie: Katholische Kindergärtenim Erzbistum Freiburg 1933-1945
  • 9.1 WUNSCH NACH FRIEDLICHER ZUSAMMENARBEIT MIT DEM NS-STAAT 1933-1934
  • 9.2 VERDRÄNGUNGSPROZESS 1935-1936
  • 9.3 STAATLICHE DISKRIMINIERUNG 1937-1939
  • 9.4 GEWALT UND RECHTSVERLETZUNGEN 1940-1945
  • Schlußbetrachtung
  • Abkürzungen
  • Quellen und Literatur
  • 1. QUELLEN
  • 2. LITERATUR
  • 3. ABBILDUNGSNACHWEIS
  • Autor

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