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Grenzen der Grenzüberschreitung

Zur »Übersetzungsleistung« deutsch-tschechischer Grenzorganisationen

Michael Göhlich, Thomas Höhne, Joachim Renn, Matthias Klemm, Nicolas Engel, Clemens Kraetsch, Christoph Marx und Marek Nekula
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Michael Göhlich, Thomas Höhne, Joachim Renn, Matthias Klemm, Nicolas Engel, Clemens Kraetsch, Christoph Marx, Marek Nekula, Grenzen der Grenzüberschreitung (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839423967

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Beschreibung / Abstract

Europa wächst zusammen - so ein gängiger politischer Slogan. Diese Studie zeigt: In vielen Fällen sind es Organisationen, die in innereuropäischen Grenzregionen die konkrete internationale Zusammenarbeit vorantreiben. In diesem Buch untersucht ein Forschungsteam aus Linguisten, Pädagogen und Soziologen, auf welche Weise den Bildungs-, Kultur-, Sozial- und Verwaltungseinrichtungen im bayerisch-böhmischen Grenzraum die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelingt. Die Forscher zeichnen nach, wie Organisationen geisteswissenschaftliche Expertise einsetzen, um zwischen den Kulturen, Sprachen und Rechtsräumen zu »übersetzen«.

Beschreibung

Nicolas Engel (Dr.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik an der Universität Erlangen. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Pädagogische Organisationsforschung, Interkulturelle und transnationale Pädagogik sowie Methoden qualitativer Forschung (inbesondere Ethnographie).
Michael Göhlich (Prof. Dr.) ist Inhaber des Lehrstuhls für Pädagogik I am Institut für Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Thomas Höhne (M.A.) ist Lehrbeauftragter am Institut für Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Forschungsschwerpunkte sind Lern- und Wissensforschung, Diskursanalyse, Medientheorie sowie Rassismustheorie.
Matthias Klemm (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kultur, Kommunikation und Wissen im Kontext von Arbeit und Organisation.
Clemens Kraetsch (M.A.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Christoph Marx (Dipl.-Kulturw.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bohemicum Regensburg-Passau.
Marek Nekula (Prof. Dr.) ist Professor für Bohemistik und Westslavistik an der Universität Regensburg. Dort leitet er das Bohemicum Regensburg-Passau.
Joachim Renn (Dr. phil.), geb. 1963, ist Professor für Theoriebildung mit dem Schwerpunkt »Soziale Kohäsion« am Institut für Soziologie der WWU Münster. Der Herausgeber der »Zeitschrift für theoretische Soziologie« und Autor mehrerer Bücher zu einer übersetzungstheoretischen Soziologie arbeitet an einer pragmatistisch inspirierten Gesellschaftstheorie sowie an der Entwicklung makroanalytischer Methoden der qualitativen Sozialforschung.

Kritik

Besprochen in:

Forum Politikunterricht, 1 (2014)

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • 1. Übersetzungszwänge grenzüberschreitender Organisationen und die Relevanz geisteswissenschaftlicher Expertise
  • 1.1 Ziel und Fokus der Forschung
  • 1.2 Forschungsrelevante Kategorien
  • 1.3 Forschungsinterne Arbeitsteilung
  • 2. Forschungsdesign, Datenerhebung und Auswertung
  • 2.1. Die bayerisch-tschechische Grenzregion als Erfahrungsraum und organisationales Handlungsfeld
  • 2.2 Feldzugang und Untersuchungsdesign
  • 2.3 Durchführung der Forschung
  • 2.4 Erhobenes Material und Fallprofile der untersuchten Organisationen
  • 2.5 Grenzen des Materials und der Auswertung
  • 3. Verständigung und Sprachmanagement in deutschtschechischen Grenzorganisationen
  • 3.1 Einordnung und theoretischer Hintergrund
  • 3.2 Außenkommunikation und räumliche Aspekte der Sprache in Grenzorganisationen
  • 3.3 Internalisierung der Sprachgrenze in der Organisationsstruktur
  • 3.4 Interne Kommunikation
  • 3.5 Fassung der Ergebnisse
  • 4. Lernende Grenzorganisationen. Organisationales Identitätslernen als kulturelle Übersetzungsleistung
  • 4.1 Organisation und Übersetzung. Theoretische Konzepte und Analyseperspektiven
  • 4.2 Organisationale Grenzen der Grenzüberschreitung
  • 4.3 Border-Spacing
  • 4.4 Temporale Grenzzwänge
  • 4.5 Grenzen verstehen und Grenzverstehen
  • 4.6 Die Übersetzung der Organisation. Entwurf einer Theorie der Praxis organisationalen Identitätslernens im Kontext der Grenzüberschreitung
  • 4.7 Organisationales Identitätslernen. Eine Zusammenfassung
  • 5. Organisationserzählungen. Kollektive Gedächtnisse und Identitäten grenzüberschreitender Organisationen
  • 5.1 Einleitung
  • 5.2 Forschungsdesign und Theoretischer Hintergrund
  • 5.3 Praktiken der Grenzüberschreitung in kollektiven Gedächtnissen
  • 5.4 Hegemoniale Praktiken der Grenzüberschreitung
  • 5.5 Kulturelle Identität(en) und grenzüberschreitende Praxis
  • 5.6 Grenzkonflikte
  • 5.7 Zusammenfassung der Ergebnisse
  • 6. Geisteswissenschaftliches Know-how im Brennpunkt multipler Übersetzungszwänge
  • 6.1 Einleitung
  • 6.2 Widerstreitende Übersetzungsanforderungen und die Genealogie grenzübergreifender Organisationen
  • 6.3 Grenzen der Grenzüberwindung
  • 6.4 Organisatorisches Coping entlang der Grenzen der Grenzüberwindung
  • 6.5 Geisteswissenschaftliche Expertise in Grenzorganisationen
  • 6.6 Die „Regierungskunst“ der Dissimulation
  • 6.7 Fazit
  • 7. Grenzen der Grenzüberschreitung. Interdisziplinäre Bezüge und Erkenntnisse
  • 7.1 Grenzen im Gegenstand und Grenzen des Zugangs zum Gegenstand
  • 7.2 Probleme und Chancen interdisziplinärer Forschung
  • 7.3 Interdisziplinäre Erkenntnisse
  • 7.4 Ausblick
  • Literatur
  • Autorinnen und Autoren

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