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Der Wille zum Subjekt

Zur Genealogie politischer Inklusion in Frankreich (16.-20. Jahrhundert)

Marcus Otto
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Marcus Otto, Der Wille zum Subjekt (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839426395

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Beschreibung / Abstract

Marcus Otto unternimmt eine systemtheoretisch inspirierte genealogische Wiederbeschreibung eines Metanarrativs der Moderne, das sich als Imperativ politischer Inklusion historisch wirkmächtig an der Figur des Subjekts entfaltete. Dies impliziert die Dekonstruktion eines übergreifenden Willens zum Subjekt, der bis heute nicht nur in politischen und gesellschaftlichen Selbstbeschreibungen, sondern auch in der Historiographie vorherrscht. Mithin ist in einem umfassenden Sinne, der sich an der Figur des Subjekts kristallisiert, also der »Kopf des Königs noch immer nicht gerollt«, wie Foucault einst bezogen auf das politische Denken formuliert hat.

Beschreibung

Marcus Otto (Dr. phil.), geb. 1973, arbeitet am Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die moderne Geschichte Frankreichs, die Genealogie des modernen Subjekts, Inklusion und Exklusion sowie postkoloniale, poststrukturalistische und soziologische Theorie. Er ist Mitherausgeber der online-Zeitschrift »Body Politics - Zeitschrift für Körpergeschichte«.

Kritik

Besprochen in:

Portal für Politikwissenschaft, 26.06.2014, Florian Geisler

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Einleitung
  • 1. Fragestellung: Der Wille zum Subjekt und die Genealogie politischer Inklusion
  • 2. Politische Inklusion und die prominente Figur des Subjekts
  • 3. Zur Theorie politischer Evolution
  • 4. Aufbau und Gliederung der Untersuchung: Der Wille zum Subjekt. Zur Genealogie politischer Inklusion
  • Kapitel I: Die Ausdifferenzierung des Adels und politische Zentralisierung in der Monarchie seit dem 16. Jahrhundert
  • 1. Zur Archäologie der stratifizierten Gesellschaft
  • 2. Nobles und roturiers
  • 3. Ständische und korporative Inklusion. Die Ordnung der drei Stände: Klerus, Adel und Dritter Stand
  • 4. Politische Zentralisierung und Inszenierung des Adels in der Monarchie
  • 5. Monarchie, Patronage und Subjektivierung des Adels
  • 6. Zwischenfazit: Vom exklusiven Adel zum absoluten Subjekt der Souveränität in der Monarchie
  • Kapitel II: Individuum und Subjekt – Die Ausdifferenzierung psychischer Systeme im 16./17. Jahrhundert
  • 1. Individuum und Person
  • 2. Noblesse und conscience de soi – Soziale und psychische Selbstreferenz im 16. Jahrhundert
  • 3. Das religiöse Individuum und das Ressentiment
  • 4. Montaignes Essais – Die literarisch-asketische Konstitution der Exklusionsindividualität
  • 5. Descartes’ cogito – Die selbstreferentielle Konstitution des modernen Subjekts
  • 6. Zwischenfazit: Exklusionsindividualität und das Subjekt als Figur der Selbstreferenz
  • Exkurs: Hegels Herr/Knecht-Dialektik und die Ausdifferenzierung der Sozialdimension
  • Kapitel III: Die Ausdifferenzierung der Politik und Semantiken politischer Inklusion im 17./18. Jahrhundert
  • 1. Souveränität, Nation und Selbstbestimmung Variationen eines politischen Willens zum Subjekt
  • 2. Zur Genealogie des politischen Publikums
  • 3. Die Schule der Nation – Politische Inklusion, Gouvernementalität und Erziehung
  • 4. Die Politisierung von Erziehung und Bildung im 18. Jahrhundert
  • 5. Zwischenfazit: Die Projektion des Subjekts im Zeichen politischer Inklusion
  • Kapitel IV: Selbsterlösung der Nation? Das politische Versprechen des Subjekts in der Revolution 1789
  • 1. Selbstreferenz der Revolution 1789 und die diskursive Konstruktion des „Ancien Régime“
  • 2. Von der ständischen zur politischen Inklusion
  • 3. Die revolutionäre Umkehrung der Politik im Namen des Publikums
  • 4. Die Selbsternennung des Dritten Standes zur Assemblée Nationale
  • 5. Zwischenfazit: Der Prozess der Revolution, die Selbsterlösung der Nation und die politische Erlösungsformel des Subjekts
  • Exkurs: Der Dandy und sein Publikum – Eine postrevolutionäre exklusive Inklusionsfigur im 19. Jahrhundert
  • Kapitel V: Die Differenzierung des Publikums der Politik – und die Passivität des Subjekts? Krisensemantiken politischer Inklusion im 19. und 20. Jahrhundert
  • 1. Die Ausdifferenzierung der Politik und die Formel politischer Vollinklusion im 19. und 20. Jahrhundert
  • 2. Die Differenzierung politischer Publika – Citoyenneté, nationalité, regierte Population
  • 3. Die exponierte politische Inklusion der immigrés im 20. Jahrhundert – naturalisation, assimilation, intégration
  • 4. Das Unvernehmen des politischen Willens zum Subjekt
  • 5. Zwischenfazit: „Les exclus. Un français sur dix“ – Krisen politischer Inklusion und gesellschaftliche Normalisierung des Subjekts?
  • Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Quellensammlungen
  • Quellen
  • Sekundärliteratur

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