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Die politische Ordnung des Flüchtlingslagers

Akteure - Macht - Organisation. Eine Ethnographie im Südlichen Afrika

Katharina Inhetveen
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Katharina Inhetveen, Die politische Ordnung des Flüchtlingslagers (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839413784

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Beschreibung / Abstract

Weltweit werden Flüchtlinge langfristig in Flüchtlingslagern untergebracht. Heterogene Akteure - UNO, NGOs, Regierungsvertreter, aber auch die Flüchtlinge selbst - bringen ihre Perspektiven, Interessen, Ressourcen und Außenbeziehungen in die Flüchtlingslager ein. Deren politische Ordnung konstituiert sich zwischen interner Machtdynamik und institutioneller Einbettung in das internationale Flüchtlingsregime.
Ausgehend von Neo-Institutionalismus und Theorien der Kasernierung rekonstruiert Katharina Inhetveen diese Ordnung am Fall zweier Lager in Sambia.
Ein innovativer, empirisch fundierter Beitrag zur politischen Soziologie des Flüchtlingslagers.

Beschreibung

Katharina Inhetveen (Prof. Dr. phil.) ist Professorin für Allgemeine Soziologie an der Universität Siegen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Flüchtlings- und Migrationsforschung, Politische Soziologie, Gewaltforschung, qualitative Methoden und Musiksoziologie.

Kritik

»Die besondere Qualität der Arbeit liegt [...] in der sehr genauen Ethnographie der Akteure und ihrer Beziehungen, in der die wechselseitigen Zuschreibungen und Deutungen, vielfältigen Widersprüche, Spannungen und Ambivalenzen abgebildet werden, die den Alltag in den Lagern prägen.«
Dieter Neubert, Soziologische Revue, 35 (2012)

»Der Autorin ist eine klar strukturierte und dabei sehr facettenreiche Charakteristik der Institution Flüchtlingslager gelungen [..].«
Portal für Politikwissenschaft, 19.01.2011

»Insgesamt wird [...] ein sehr differenziertes Bild von Flüchtlingslagern unter ethnographischen und soziologischen Aspekten entworfen.
[Die Lektüre] ist im Bereich der humanitären Hilfe und speziell in diesem Arbeitsfeld tätigen Fachleuten durchaus zu empfehlen.«
Michael Marx, welt.sichten, 3 (2011)

Besprochen in:

www.iz3w.org, 8 (2011), Kerstin Bischl

Lizenz

http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

Open Access Angabe

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License (CC BY-NC-ND 3.0)

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Inhalt
  • TEIL I: GEGENSTAND, THEORIE, METHODEN
  • Kapitel 1. Die Ordnung des Flüchtlingslagers: Annäherung an den Gegenstand
  • Kapitel 2. Zum theoretischen Instrumentarium: Neo-Institutionalismus, Biomachtanalyse, Theorien der Kasernierung und Flüchtlingsforschung
  • Kapitel 3. Zum methodischen Vorgehen
  • Kapitel 4. Meheba und Nangweshi: Die Flüchtlingslager der Feldforschung
  • Kapitel 5. Überblick über die Arbeit
  • TEIL II: AKTEURE UND AKTEURSBEZIEHUNGEN IM FLÜCHTLINGSLAGER
  • Kapitel 6. Formale Strukturen sambischer Flüchtlingslager
  • Kapitel 7. Nationale Souveränität im internationalisierten Regime
  • Kapitel 8. NGOs und UNHCR im Flüchtlingslager: Zusammenarbeit, Konkurrenz, Abhängigkeit
  • Kapitel 9. ‚Flüchtling‘ sein: Deutungen und Nutzungen eines Labels
  • Kapitel 10. Flüchtlingsvertreter als Intermediäre: Repräsentanten, Einpeitscher, Puffer?
  • TEIL III: INSTITUTIONELLE CHARAKTERISTIKA HUMANITÄRER KASERNIERUNG
  • Kapitel 11. Polyhierarchische Strukturen
  • Kapitel 12. Flüchtlingslager zwischen Freiwilligkeit und Zwang
  • Kapitel 13. Die dauerhafte Vorläufigkeit von Flüchtlingslagern: Flüchtlinge als „verhinderte Wanderer“
  • Kapitel 14. Importierte Machtstrukturen in Flüchtlingslagern
  • Kapitel 15. Frei flottierendes Misstrauen
  • Kapitel 16. Die Veränderung von Kollektiven als institutionelles Ziel von Flüchtlingslagern
  • Kapitel 17. Leben statt Unterleben: Die weiten Maschen der Buschbürokratie
  • Kapitel 18. Schluss
  • Literatur
  • Abkürzungen
  • Abbildungen
  • Dank

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