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Demokratie des Wissens

Plädoyer für eine lernfähige Gesellschaft

Daniel Innerarity

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Daniel Innerarity, Demokratie des Wissens (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839422915

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Erkenntnis ist mehr als ein Mittel zur Beschaffung von Information - Erkenntnis ist ein Medium des Zusammenlebens. Im Ausgang von dieser Einsicht zeigt Daniel Innerarity, wie sich Politik, Demokratie und Ökonomie in der Wissensgesellschaft neu erfinden müssen. Nicht zuletzt die jüngsten Finanzkrisen haben den Bedarf an systemischer Intelligenz schonungslos vor Augen geführt: Es bedarf einer Politik jenseits des Hierarchie-Modells, die sich an der Aufgabe orientiert, systemischen Risiken vorzubeugen und eine gesellschaftsweit verteilte kollektive Intelligenz zu ermöglichen, mithin eine Demokratie des Wissens zu etablieren. Und es bedarf einer Ökonomie, die sich von der Illusion der Exaktheit verabschiedet und sich ihrer gesellschaftlichen Einbettung bewusst ist. Das Wissen der Wissensgesellschaft schöpft paradoxerweise aus seiner Unexaktheit die Kreativität, die im Umgang mit unhintergehbarem Nichtwissen vonnöten ist.
Mit diesem Buch liegt erstmals ein Werk des international renommierten spanischen Philosophen und Publizisten Daniel Innerarity auf Deutsch vor.

Beschreibung

Daniel Innerarity ist Professor für Philosophie an der Universidad del País Vasco und Leiter des Institute for Democratic Governance (Globernance). Der mehrfach preisgekrönte Autor und Übersetzer (u.a. Spanischer Nationalpreis für Essays) arbeitet u.a. zur Wissensgesellschaft, zu Demokratie und Globalisierung. Daniel Innerarity ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste (Salzburg) und war Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung (Berlin). Seine Werke wurden ins Englische, Französische, Italienische und Portugiesische übersetzt. Der Autor von »La transformación de la política«, »La sociedad invisible« und »The Future and its Enemies« (Stanford University Press) schreibt regelmäßig u.a. für »El País« und »El Correo«. »Le Nouvel Observateur« zählte ihn 2004 zu den 25 wichtigsten Denkern der Zeit.

Kritik

»Ein äußerst interessantes wissenschaftlich fundiertes Buch.«
Annette Alberer-Leinen, BDS-Newsletter, 6 (2013)

»Daniel Innerarity vermittelt mit seinem Buch die Hoffnung, dass eine zivilgesellschaftliche Verfasstheit dazu beitragen könne, Gerechtigkeit herrschen zu lassen, und er macht Mut, Verantwortungsbewusstsein und Vertrauen zu generieren und in den gesellschaftlichen Prozessen anzuwenden.«
Jos Schnurer, www.socialnet.de, 17.10.2013

Besprochen in:

forum kriminalprävention, 2 (2014)
Deutschlandradio Kultur, 27.04.2014, Alexander Pschera
Portal für Politikwissenschaft, 12.03.2015, Björn Wagner
Wirtschaft & Erziehung, 67/4 (2015)
Zeitschrift für internationale Freimaurerforschung, 39 (2018), Helmut Reinalter

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Demokratie des Wissens
  • Inhalt
  • Einleitung: Die Erkenntnis lenken
  • ERSTER TEIL: DIE ÜBERLASTETE INTELLIGENZ
  • 1. Die gut informierte Ignoranz
  • 2. Ordnung und Unordnung. Eine Poetik der Ausnahme
  • ZWEITER TEIL: DIE ORGANISATION DER UNGEWISSHEIT
  • 3. Wissensgesellschaft und Nichtwissensgesellschaft
  • 4. Das Wissen in der Wissensgesellschaft
  • 5. Der Dialog zwischen Wissen und Macht
  • 6. Wissenschaftlicher Bürgersinn
  • DRITTER TEIL: DIE KOGNITIVE HERAUSFORDERUNG DER ÖKONOMIE
  • 7. Die Intelligenz der ökonomischen Krise
  • 8. Eine Ökonomie für eine unkalkulierbare Welt
  • VIERTER TEIL: DIE GEOGRAPHIE DER KREATIVITÄT
  • 9. Der Wert der Kreativität
  • 10. Über den Begriff gesellschaftlicher Innovation
  • 11. Die Regierung intelligenter Territorien

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