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Soziale Gedächtnisse

Selektivitäten in Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus

Gerd Sebald, René Lehmann, Monika Malinowska, Florian Öchsner, Christian Brunnert und Johanna Frohnhöfer

Diese Publikation zitieren

Gerd Sebald, René Lehmann, Monika Malinowska, Florian Öchsner, Christian Brunnert, Johanna Frohnhöfer, Soziale Gedächtnisse (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839418796

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Wie wird in differenzierten Gesellschaften erinnert?
Dieser Band greift kulturwissenschaftliche Thesen zu sozialen Gedächtnissen auf und wendet sie soziologisch, wodurch die Wechselbeziehungen zwischen sozialen Gedächtnissen und ihren Konstitutionsbedingungen in den analytischen Blick geraten.
Die Beiträge fokussieren dabei auf die Frage nach der Selektivität von sozialen Gedächtnissen und problematisieren, wie, was und nach welchen Kriterien erinnert oder vergessen wird. In Fallbeispielen, die auf narrativen Interviews und Gruppendiskussionen in Familien aus Ost- und Westdeutschland zur Erinnerung der Zeit des Nationalsozialismus (sowie gegebenenfalls der DDR-Vergangenheit) basieren, wird gezeigt: Das je konkrete soziale Erinnern geschieht unter gesellschaftlichen Rahmungen und Strukturen: Differenzierung, Pluralisierung, Generationengrenzen, Medialität, Authentizität, Diskurse und Semantiken spielen eine bedeutende Rolle.

Beschreibung

Gerd Sebald ist Soziologe in Erlangen. Seine Forschungsschwerpunkte sind soziologische Theorie, Phänomenologie, Mediensoziologie, Geschichte der Soziologie und Wissenssoziologie.
René Lehmann ist Soziologe in Erlangen. Seine Forschungsschwerpunkte sind soziale Gedächtnisse, Transformationsforschung und qualitative Methoden.
Monika Malinowska ist Soziologin in Erlangen. Ihre Forschungsgebiete sind Migration, binationale Ehe und Familiensoziologie.
Florian Öchsner ist Soziologe und Literaturwissenschaftler in Erlangen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Antisemitismus, Subjektivierung der Arbeit und soziale Gedächtnisse.
Christian Brunnert ist Soziologe am Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen in Erlangen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Antisemitismus, Medienbildung und Lernkulturen.
Johanna Frohnhöfer arbeitet als Lehrkraft für Soziologie und Psychologie. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migration, multikulturelle Gesellschaft und Bildungssoziologie.

Kritik

»Durchwegs gut zu lesende und erkenntnisreiche Beiträge.«
Maria Pohn-Weidinger, Das Argument, 300 (2012)

»Das Besondere an dem Sammelband ist, dass er zeigt, wie Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen und Generationen in ganz Deutschland mit der Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus umgehen.«
Said Elmtouni, KULT_online, 36 (2013)

Besprochen in:

socialnet.de, 1 (2011), Prof. Dr. Dr. Jochen Fuchs

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Cover Soziale Gedächtnisse
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung: Zur Selektivität von sozialen Erinnerungen
  • Ethische Implikationen in familialen Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus – eine Fallrekonstruktion
  • »Jetzt bist de ein zweites Mal betrogen worden!« – Vergleichen - des Erinnern gesellschaftlicher Verhältnisse
  • Vom Mythos der Aufklärung. Die »68er«-Generation und familiale Erinnerung
  • Antisemitismus in familialen Erinnerungen an den Nationalsozialismus
  • Pluralisierte Erinnerungsmuster in der deutschen Einwanderungsgesellschaft
  • Soziale Gedächtnisse in einer interkulturellen Ehe
  • Gebrauchte Medien
  • Erinnerung, Erzählung und Authentizität
  • Feldzugang und Material
  • Methodische Erläuterungen
  • Literatur
  • AutorInnen

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