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Zwischen Serie und Werk

Fernseh- und Gesellschaftsgeschichte im »Tatort«

Diese Publikation zitieren

Christian Hißnauer(Hg.), Stefan Scherer(Hg.), Claudia Stockinger(Hg.), Zwischen Serie und Werk (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839424599

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Trotz einiger Studien zum »Tatort« gibt es bislang kaum übergreifende Analysen, die auf der Gesamtheit der Produktion seit 1970 basieren.
Dieser Band untersucht die traditionsreiche ARD-Krimireihe als (Kunst-)Werk im Verhältnis zu seiner seriellen Struktur. Er verbindet eine mentalitätsgeschichtliche Argumentation mit fernsehgeschichtlichen und -praktischen Aspekten und verknüpft die Ansprüche des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mit den Fragen nach filmischen Qualitäten. Die Beiträge zielen damit auf die genauere Reflexion der spezifischen Medialität und der ästhetischen Mittel der Reihe.

Beschreibung

Christian Hißnauer (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin.
Stefan Scherer (Prof. Dr. phil.), geb. 1961, ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Institut für Germanistik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Fellow der DFG-Forschergruppe »Ästhetik und Praxis populärer Serialität«. Seine Forschungsschwerpunkte sind Mediensozialgeschichte der literarischen Form, Gattungstheorie, Dramatologie, Literatur- und Kulturzeitschriften sowie »Synthetische Moderne« (1925-1955).
Claudia Stockinger (Dr. phil.) ist Professorin für Neuere deutsche Literatur (Deutsche Literatur des 19.-21. Jahrhunderts) am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin.

Kritik

»An der in diesen Büchern gelieferten Datenfülle werden zukünftige Tatort-Forscherinnen und -Forscher, ob sie nun aus den Medien- oder aus den Geschichtswissenschaften stammen, nicht vorbeikommen.«
Nora Hilgert, H-Soz-u-Kult, 06.11.2015

»Eine fundierte und kenntnisreiche interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Phänomen Tatort.«
Andy Räder, r:k:m, 30.09.2015

»Durch den Sammelband [zieht sich] die 40-jährige Tatort-Geschichte, welche durch verschiedene wissenschaftliche Blickwinkel hin neu beleuchtet wird und neue Perspektiven eröffnet. Übersichtlich werden Beiträge durch übergreifende Kapitel thematisch miteinander verbunden, Parallelen zu anderen Serienformaten oder Filmen gezogen und einzelne Tatort-Folgen als Beispiele zur Analyse angesprochen.«
Jennifer Garstka, MEDIENwissenschaft, 8 (2015)

»Mit [dem] Sammelband liegt eine grundlegende Analyse dieser Sendereihe vor, die eine mentalitätsgeschichtliche Argumentation mit fernsehgeschichtlichen und praktischen Aspekten verknüpft. 'Zwischen Serie und Werk' ist somit ein Kompendium, welches die verschiedensten Aspekte zusammenführt, ein essayistisches Nachschlagewerk mit hohem Informationsgehalt.«
Der Krimi-Tipp, 63 (2015)

Besprochen in:

www.hhprinzler.de, 1 (2015), Hans Helmut Prinzler
GMK-Newsletter, 1 (2015)
Zeitschrift für Germanistik, 25/2 (2015), Jochen Vogt
www.literaturkritik.de, 8 (2015), Walter Delabar
tv diskurs, 74 (2015), Hans-Dieter Kübler

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Zwischen Serie und Werk
  • Inhalt
  • Zwischen Serie und Werk:Fernseh- und Gesellschaftsgeschichte im Tatort
  • Die kommunikative Figuration der Tatort-Reihe und die Darstellung der Protagonisten
  • Alltagskonstruktionen und soziale Rolle. Eine soziologische Perspektive auf den Tatort
  • Zwischen Fakten und Fiktionen. Gesellschaftspolitische Themen in der Krimireihe Tatort
  • Der Tatort als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen am Beispiel der Veränderung von Täterprofilen
  • 40 Jahre Leichenshow-Leichenschau. Die Inszenierung des Todes im Tatort und der soziale Umgang mit Sterben und Tod
  • Das Auto als multifunktionales Strukturelement im Tatort
  • ZUR LOGIK DES ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN FERNSEHKRIMIS
  • Stahlnetz + Kommissar = Tatort? Zur Frühgeschichte bundesdeutscher Krimiserien und -reihen
  • Entscheidungsprozesse in der Redaktion. Interview mit Melanie Wolber, Redakteurin des Lena-Odenthal-Tatort beim SWR
  • Autoren und Rezipienten. Zu einem distanzierten Verhältnis
  • Raum als Metapher. Exemplarisches und Exzentrisches am Beispiel des Münster-Tatort. Münster als Raum exzessiver Selbstreflexion des Tatort-Formats
  • Zwischen Wortwitz und Klamauk. Der Tatort Münster als Dramedy
  • Kunde aus dem Osten der vereinigten Republik. Der MDR-Tatort in den Jahren 1992 bis 2007
  • Filmdramaturgie vs. Reihennarration. Liebe, Sex, Tod (1997) und der Tatort der 1990er Jahre
  • Bewohnbare Strukturen und der Bedeutungsverlust des Narrativs. Überlegungen zur Serialität am Gegenwarts-Tatort
  • Wertevermittlung im Tatort. Die Heilige (2010) und der bayerische Tatort
  • Zwischen deutschem Gesellschaftsroman und The Wire. Das Werk-Potential des Tatort im Kontext internationaler Referenzen
  • Autorinnen und Autoren

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