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Kulturgrenzen in postimperialen Räumen

Bosnien und Westukraine als transkulturelle Regionen

Beschreibung

Transkulturalität ist in Europa nicht nur ein Phänomen von Migration, Globalisierung und Urbanität im 20. Jahrhundert. In den ehemaligen Landimperien Russland, Österreich und Osmanisches Reich gab und gibt es Räume, in denen Menschen mit unterschiedlichen Sprachen, Religionen, Kulturen und Nationalitäten zusammenlebten und ihre Grenzen untereinander aushandelten. Deshalb bemühen Studien zu Integrationsprozessen in Europa heute gerne diese Gebiete als Vorbilder.
Dieser Band geht anhand der Fallbeispiele Westukraine und Bosnien den Besonderheiten multiethnischer Imperien sowie den Unterschieden zwischen historisch gewachsenen und aktuellen Phänomenen der Transkulturalität nach.

Beschreibung

Alexander Kratochvil (Dr. phil.), Slavist und Literaturübersetzer, arbeitet am Institut für tschechische Literatur, Tschechische Akademie der Wissenschaften Prag, und ist Lehrbeauftragter an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Renata Makarska ist Professorin für Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (Polnisch) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz/Germersheim.
Katharina Schwitin ist Doktorandin am Lehrstuhl für slavische Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Tübingen.
Annette Werberger (Prof. Dr. phil.) ist Professorin für Literaturwissenschaft (Osteuropäische Literaturen) an der Stiftung Europa Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover Kulturgrenzen in postimperialen Räumen
  • Inhalt
  • Einleitung. Transkulturalität in postimperialen Räumen
  • KULTURELLE GRENZZIEHUNGEN UND - ÜBERSCHREITUNGEN IN VORMODERNEN IMPERIEN UND MODERNEN NATIONEN
  • Galizien postcolonial? Imperiales Differenzmanagement, mikrokoloniale Beziehungen und Strategien kultureller Essentialisierung
  • Kulturelle Trennlinien und wirtschaftliche Konkurrenz. Galizische Modernisierungsdiskurse zwischen Subalternität und Dominanz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Ruthenische Folklore im Fokus der polnischen Folkloristik und Ethnographie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • MEHRSPRACHIGKEIT IN IMPERIALEN UND POSTIMPERIALEN RÄUMEN
  • Hybridität und Sprachgebrauch an Bruchlinien der Slavia Bosnien und Galizien
  • Sprachvariation, Diglossie und Sprachenkonflikte im Diskurs. Zur linguistischen Erforschung der Galizischen Mehrsprachigkeit in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Mehrsprachigkeit oder Mischsprachigkeit? Ostgalizische Literatur Anfang des 20. Jahrhunderts
  • Berge und Jahrhunderte. Nikola Šuhaj und die literarische Polyglossie in den Karpaten
  • KONKURRIERENDE NARRATIVE
  • Zwischen Protomoderne und Postmoderne. Eine komparatistische Sichtweise auf die Wiederkehr Galiziens in der Literatur
  • Ukrainische Polonophilie in der Zwischenkriegszeit
  • Anschreiben gegen den Kanon. Goethe-und Heine-Reskripte der »Moloda Muza«
  • Konkurrierende und konvergierende Narrative zur Geschichte der Stadt Lemberg. Berichte über die Belagerung von 1648
  • Laizismus als kulturpolitisches Postulat der bosnisch-muslimischen Intellektuellen Ende des 19. Jahrhunderts
  • Bosnische Brücken als Naht der Kulturen
  • Personenregister
  • Autorinnen und Autoren

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