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Das öffentliche Ich

Selbstdarstellungen im literarischen und medialen Kontext

Diese Publikation zitieren

Vincent Kaufmann(Hg.), Ulrich Schmid(Hg.), Dieter Thomä(Hg.), Das öffentliche Ich (2014), transcript Verlag, Bielefeld, ISBN: 9783839424094

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Das Ich stellt seit jeher eine zentrale Deutungskategorie der Geistes- und Sozialwissenschaften dar. Im Zuge der technologischen Revolution haben sich die Bedingungen der Ich-Konstitution und Ich-Präsentation grundlegend verändert. Die Beiträge des Bandes zeigen: Das Ich ist zur verfügbaren Größe geworden, die medialen Designverfahren unterzogen werden kann. Die Idee eines autonom handelnden Ichs wird zunehmend verworfen; in den Vordergrund treten Ich-Konzeptionen, die durch Labilität, Verwerfungen, Brüche und Impressivität gekennzeichnet sind. Das Ich ist keine Gegebenheit mehr, sondern Resultat einer Narration, Präsentation oder Simulation.

Beschreibung

Vincent Kaufmann (Prof. Dr. phil.) ist Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Universität St. Gallen.
Ulrich Schmid (Prof. Dr. phil.) ist Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands an der Universität St. Gallen.
Dieter Thomä, geb. 1959, ist Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen und Fellow am Institute for Advanced Study in Princeton.

Kritik

»Insgesamt bietet der [...] Band einen äußerst lesenswerten Gang durch die verschiedenen Räume des öffentlichen Ich, von der historischen Kontextualisierung zur Reflexion aktueller Phänomene in Zeiten des Internets.«
Lothar Mikos, tv diskurs, 74 (2015)

»Der Emergenz neuer Medien haftet stets das Versprechen an, neue Einsichten über das 'Ich' zu generieren. Diese Einsichten facettenreich darzustellen und kritisch zu reflektieren, ist ein Verdienst diese Buches.«
Frank Thomas Meyer, MEDIENwissenschaft, 2 (2015)

Inhaltsverzeichnis

  • cover Das öffentliche Ich
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Ich-Gesicht. Historische Anmerkungen zum Individuellen als Vervielfältigung
  • Vom Ich-Zwang zum Ausreden-Ich
  • Zum Ursprung des Lebenslaufs. Selbst-Inszenierungen im frühneuzeitlichen Spanien
  • Strategien des Verschwindens. Ikonophobe Autorschaft
  • Biographie, Autobiographie und Parodie. Vladimir Nabokovs Selbsterschaffung und Selbstzerstörung
  • Die Spektakularisierung der Literatur
  • Foucault als Schwellenwesen. Überlegungen zum Verhältnis von Theorie und Autobiografie
  • Automedialität und Künstlerschaft. Film — Video — Internet: Künstlerische Selbstdarstellung in der Geschichte des Bewegtbildes
  • Image 2.0 oder: SelbstTechnologien in sozio-medialen Netzwerken
  • Express Yourself 3.0! Über die Auswirkungen des transmedialen Digitalen und der Vernetzung auf die gegenwär tige Subjektivität: Kommunikatives Handeln auf zwei Ebenen, entdramatisier te Selbstver textlichung und somatotechnologischesdisjunktives Kontin
  • Selbst: Erscheinen — Verschwinden. »Asoziale« Ästhetiken auf YouTube
  • Autorinnen und Autoren

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