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Erzieherin-Kind-Beziehungen und kindliche Entwicklung

Der Einfluss von Geschlecht und Migrationshintergrund

Julia Berkic und Fabienne Becker-Stoll

Beschreibung

Zusammenfassung: Daten der Nationalen Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit (NUBBEK-Studie) wurden analysiert, um die Zusammenhänge zwischen der Qualität von Erzieherin-Kind-Beziehungen und kindlichen Ent-wicklungsmaßen in Abhängigkeit von Geschlecht und Migrationshintergrund zu untersuchen. Von 714 vierjährigen Kindern lagen Einschätzungen der Erzieherin-Kind-Beziehung und der Mutter-Kind-Beziehung sowie Einschätzungen sowohl der Mutter als auch der Erzieherin zu sozial-emotionalen Kompetenzen, Problemverhalten und Kommunikationsfertigkeiten sowie Testwerte im Wortschatz Deutsch vor. Unter Kontrolle von familiären Hintergrundvariablen hatte die Qualität der Erzieherin-Kind-Beziehung auf jedes der Entwicklungsmaße einen signifikanten Effekt: Kinder mit einer hohen Erzieherin-Kind-Beziehungsqualität zeigten die höchsten Werte in sozial-emotionalen Kompetenzen, Kommunikationsfertigkeiten und Wortschatz Deutsch sowie die niedrigsten Werte im Problemverhalten. Im Bereich der sprachlichen Entwicklung profitierten besonders Kinder mit Migrationshintergrund, insbesondere Jungen, von einer hohen Qualität der Erzieherin-Kind-Beziehung. Eine hohe Beziehungsqualität kann auf die sozial-emotionale Entwicklung der Jungen kompensatorisch wirken.



Schlagworte: Erzieherin-Kind-Beziehung, sprachliche Entwicklung, sozial-emotionale Entwicklung, Migrationshintergrund, Geschlechtsunterschiede

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