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Die Berufsberatung: Institutionalisierung oder Deinstitutionalisierung einer pädagogischen Praxis?

Stefan Pörtner

Diese Publikation zitieren

Stefan Pörtner, Die Berufsberatung: Institutionalisierung oder Deinstitutionalisierung einer pädagogischen Praxis? (06.12.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0943-5484, 2009 #4, S.196

Getrackt seit 05/2018

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Accesses

Beschreibung / Abstract

Der Zugang zum Handlungsfeld "Berufswahl" wurde 1998 durch das Aufheben des sog. Berufsberatungsmonopols der Bundesanstalt für Arbeit für weitere Akteure wesentlich erleichtert. Aus pädagogischer Sicht scheint dieses auf den ersten Blick begrüßenswert, eröffnet es doch ein neues Betätigungsfeld und damit die Chance im Rahmen der pädagogisch-professionellen Ausbildung neue pädagogische Berufsprofile zu entwickeln. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass mit der Öffnung zugleich die Deinstitutionalisierung einer faktisch pädagogisch operierenden Institution einherging, was letztendlich auch ein Angriff gegen die Pädagogik und ihrem gewonnenen Selbstverständnis bedeutete. Es ist von daher angezeigt, die Freisetzung des Handlungsfeld Berufswahl kritisch zu beleuchten und zu fragen, ob eine pädagogisch verstandene Förderung der Berufswahlentscheidung tatsächlich ohne eigenständige Institutionalisierung, wie wir sie von der Berufsberatung kennen, auskommt. -- It must be borne in mind, however, that the deinstitutionalization of a de facto pedagogically operating institution was tantamount to an attack on the discipline of educational science and its self-conception. Thus it is essential to critically examine the opening of the field of career choice and to question the wisdom of career counseling without pedagogical support in the form of independent institutionalization.

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