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Inklusive Bildung und Kinderrechte

Christian Lindmeier

Diese Publikation zitieren

Christian Lindmeier, Inklusive Bildung und Kinderrechte (29.07.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0943-8394, 2011 #4, S.205

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Christian Lindmeier untersucht Traditionen von Lesarten, in denen Kinderrechte mit dem Verweis auf das Wohl des Kindes verkürzten Fachdiskursen ausgesetzt werden. Er benennt die weit verbreitete Tendenz, Kinderrechte unter Betonung der Schutz- und Erziehungsbedürftigkeit von Kindern auf den Aspekt des Rechts auf Entwicklung zu einer selbstständigen Persönlichkeit zu reduzieren. Damit kann das Recht auf Erziehung sowohl als Ermächtigung für staatliche Eingriffe gegen elterliche Interessenlagen instrumentalisiert werden, als auch von Eltern für sich reklamiert werden, die schulische Separierung als Voraussetzung für eine optimale Förderbedingung für erforderlich oder unverzichtbar -- halten. Lindmeier befürchtet, dass das menschenrechtliche Grundprinzip der Inklusion durch eine sonderpädagogische Auslegung des Kindeswohlsvorrangs und durch die Ausblendung der Dimension -- Partizipation relativiert wird. Partizipationsrechte von Kindern mit Behinderung können aber nur innerhalb eines inklusiven Schulsystems voll zum Tragen kommen und umgekehrt ist die inklusive Bildung eine Bedingung, ohne die eine volle und wirksame gesellschaftliche Teilhabe nicht möglich ist.

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