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Pädagogische Leistungskultur: Leistungsbeurteilung - individuell und dialogisch

Horst Bartnitzky

Diese Publikation zitieren

Horst Bartnitzky, Pädagogische Leistungskultur: Leistungsbeurteilung - individuell und dialogisch (21.09.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0943-8394, 2010 #4, S.228

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Kinder haben ein Recht auf Fairness! -- Eine Schule, die allen Kindern gerecht werden will, darf nicht alle an derselben Elle messen, nämlich an den für alle gleichen Anforderungen. Eine solche Schule fördert Kinder nach dem Maß ihrer individuellen Möglichkeiten, legt individuelle Maßstäbe an und bewertet ihre Leistungen individuell. -- Eine Schule, die alle Kinder ermutigen will, darf schwächere Kinder nicht mutlos machen, indem sie ihnen ständig Versagen attestiert. Eine solche Schule ermöglicht gerade Kindern, die besonders viel Zuspruch und Stärkung ihres Selbstvertrauens brauchen, Erfolge sowie die Erfahrung, dass sich Anstrengung lohnt. -- Eine Schule, die alle Kinder leistungsstark machen will, darf leistungsstärkere nicht selbstgenügsam werden lassen, indem sie immerzu gute Leistungen testiert bekommen, hinter denen aber kaum Anstrengungen stehen. Eine solche Schule stellt leistungsstärkeren Kindern Herausforderungen, an denen auch sie weiter wachsen können. -- Eine Schule, die alle Kinder auf ihrem Lernweg förderlich begleiten will, darf den entscheidenden Blick nicht vorwiegend auf vorweisbare Ergebnisse, auf Tests und Klassenarbeiten richten. Eine solche Schule sieht vielmehr darauf, wie Kinder ihre Lernwege nehmen, welche Strategien sie anwenden, warum sie welche Schwierigkeiten haben, was Fehler über ihren Lösungsweg aussagen, welche Entwicklungen sie nehmen ? -- Eine Schule, die bei allen Kindern Sach- und Sozialkompetenzen fördern will, darf den Antrieb für ihr Lernen nicht auf die Gegenleistung von Zensuren lenken und die Güte der Leistung nicht von der Stellung in der Konkurrenz der Mitschüler abhängig machen. Ein solche Schule fördert vielmehr Neugier und Entdeckerfreude, Kooperation und Solidarität der Lernenden als entscheidende Antriebe für Anstrengung, Lernen und Leisten. -- Eine Schule, die alle Kinder selbstständiger machen will, darf sie nicht von oben herab beurteilen. Eine solche Schule bezieht vielmehr die Kinder in die Beurteilung aktiv ein, mehr noch: sie befähigt sie, ihre Lernwege bewusst zu gestalten und zu reflektieren, ihre Mühen und Erfolge an den Wegen und den Arbeitsdokumenten auszuweisen. -- -- --

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