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Gender im Kindergarten - Empirische Datenlage zu Unterschieden zwischen Mädchen und Jungen

Katharina Kluczniok und Susanne Kuger
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Katharina Kluczniok, Susanne Kuger, Gender im Kindergarten - Empirische Datenlage zu Unterschieden zwischen Mädchen und Jungen (2011), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0044-3247, 2011 #02, S.269

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Beschreibung / Abstract

Zusammenfassung: Dem Beitrag liegen die beiden in der Literatur (implizit) angesprochenen Annahmen zugrunde, dass a) geschlechtsbedingte Unterschiede im Kindergartenalltagserleben und -verhalten von Mädchen und Jungen existieren sowie b) diese Unterschiede im Laufe des Kindergartenbesuchs zunehmen. Anhand der Längsschnittstudie BiKS-3-8 werden das Alltagserleben von Mädchen und Jungen wie auch alltägliche Handlungen und Einstellungen von Erzieherinnen im Regelkindergarten daraufhin untersucht, wie ausgeprägt das geschlechtsspezifische Verhalten der Akteure ist. Es zeigen sich nur wenige Unterschiede im Verhalten zwischen Mädchen und Jungen, die zudem nicht durchgängig dem gängigen Rollenstereotyp entsprechen und im Laufe der Kindergartenzeit abnehmen. Diese Unterschiede liegen im Wesentlichen in der Initiative der Kinder selbst begründet, die Erzieherinnen forcieren nur sehr begrenzt geschlechtsspezifisches Verhalten der Kinder.

Stichwörter: Beobachtung, Geschlechterunterschied, Kindergarten, Qualität , Spiel



Abstract: The article is prompted by an assumption often (implicitly) posited in relevant literature, namely that a) gender-related differences in the everyday kindergarten experiences and behaviors of girls and boys exist and that b) these differences increase in the course of kindergarten attendance. On the basis of the longitudinal study BiKS-3-8 (a project which examines educational processes, competence development and selection decisions at pre- and primary school age by means of two panel studies), everyday experiences of girls and boys in kindergarten and everyday actions and attitudes of kindergarten teachers are examined as to the frequency and distinctiveness of gender-specific behavior among the key players. This analysis reveals that there are only a few differences in behavior between girls and boys, which do not always correspond to the traditional role stereotype and which grow even less pronounced in the course of kindergarten attendance. These differences are essentially due to the initiative of the children themselves, kindergarten teachers promote gender-specific behavior in a very limited way.

Key words: monitoring, gender-related differences, kindergarten, Quality, Play

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