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Burnout im Klinikalltag. Empirische Erkenntnisse zur Emotionsarbeit, Stressbelastung und Klientenaversion in der pflegerischen und ärztlichen Tätigkeit

Ullrich Bauer und Gerlind Pracht

Diese Publikation zitieren

Ullrich Bauer, Gerlind Pracht, Burnout im Klinikalltag. Empirische Erkenntnisse zur Emotionsarbeit, Stressbelastung und Klientenaversion in der pflegerischen und ärztlichen Tätigkeit (19.04.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1430-9653, 2009 #1, S.67

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Humandienstleistungen im Krankenhaus stellen Krankenpflegekräfte und Ärzteschaft vor enorme interaktionale und emotionale Arbeitsanforderungen im Patientenkontakt. Die vorliegende Untersuchung thematisiert mögliche Folgen dieser Belastung. Im Einzelnen wird der Einfluss der geleisteten Emotionsarbeit auf die Klientenaversion und die emotionale Erschöpfung der Befragten untersucht. Das Sample (n= 237) unterscheidet dabei pflegerisches und ärztliches Personal eines Krankenhauses der Maximalversorgung. Zum Einsatz kommen Standardinstrumente zur Messung der emotionalen Anforderungen und Stressbelastung, die bisher vor allem in der Arbeits- und Organisationspsychologie Verwendung finden. Die Ergebnisse zeigen recht deutlich, dass Pflegekräfte signifikant mehr Emotionsarbeit leisten und dabei mehr emotionale Dissonanz erfahren als die Vergleichsgruppe des ärztlichen Personals. Obwohl die erfahrene emotionale Dissonanz normalerweise mit höherer psychischer Beanspruchung einhergeht, zeigt sich diesbezüglich für beide Gruppen kein signifikanter Unterschied. Ärztinnen und Ärzte sind danach, trotz geringerer emotionaler Dissonanz und signifikant größerer Bewältigungsressourcen, emotional erschöpfter und bilden ein höheres Maß an Klientenaversion aus. -- Human servicing in hospitals makes high emotional demands on the medical community in its contact to patients. This study investigates possible consequences of this personal and psychological strain. Specifically the study evaluates the impact of emotion work on emotional exhaustion and depersonalisation of the respondents. The sample (n = 237) distinguishes between nurses and doctors in a hospital of maximum medical care. Adapted standardized tests to measure emotional job demands and stress from industrial and organizational psychology are used for this study. Findings show significant differences between both professions: Nurses perform more emotion work and experience more emotional dissonance than doctors. Although individually experienced emotional dissonance is attended by negative mental strain like emotional exhaustion there are no significant results to distinguish nurses and doctors in this criterion. Doctors experience more emotional exhaustion and depersonalisation even though they perceive less emotional dissonance and are better grounded in resources for coping emotional demands.

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