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Die junge Mutter - eine "Risikomutter"?

Elisabeth Helming

Diese Publikation zitieren

Elisabeth Helming, Die junge Mutter - eine "Risikomutter"? (19.09.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1438-5295, 2011 #4, S.155

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Beschreibung / Abstract

Die Inobhutnahmezahlen steigen weiter an - so eine Mitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 14.7.2011. Im Jahr 2010 haben die Jugendämter in Deutschland 36 300 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Die Zahl der Inobhutnahmen lag damit um 42% höher als noch vor fünf Jahren. Die Gründe für den massiven Anstieg der Unterbringung von Kindern im Rahmen einer akuten Schutzmaßnahme wurden bisher nicht untersucht. Eine in der Fachöffentlichkeit häufig geäußerte These ist, dass die öffentlich und emotional geführte Diskussion nach Todesfällen von Kindern dazu geführt hat, dass das Handeln der Fachkräfte in Jugendämtern zunehmend von dem Wunsch nach Absicherung geprägt ist. So schlägt sich die Aktualität des Themas Kinderschutz auch in einer breit geführten Diskussion über Qualitätsentwicklung und -standards im Kinderschutz nieder, was sich auch im Entwurf der Bundesregierung für ein Bundeskinderschutzgesetz widerspiegelt, das Anfang 2012 in Kraft treten soll. Informationen über das Alter der Eltern, deren Kinder in Obhut genommen werden, liegen in der amtlichen Statistik nicht vor. Dennoch ist zu beobachten, dass gerade junge Mütter in dieser Debatte oftmals als "Risikomutter" erscheinen. Der Beitrag beleuchtet die Hintergründe und Konsequenzen und benennt Faktoren einer wirksamen Unterstützung für junge Frauen zwischen Parteilichkeit und Kinderschutz.

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