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Behinderung als Ergebnis kultureller Deutungsprozesse - Kriegsbehinderung des Ersten Weltkriegs und des Vietnamkriegs

David Leenen

Diese Publikation zitieren

David Leenen, Behinderung als Ergebnis kultureller Deutungsprozesse - Kriegsbehinderung des Ersten Weltkriegs und des Vietnamkriegs (05.12.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1866-9344, 2011 #2, S.184

Getrackt seit 05/2018

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Accesses

Beschreibung / Abstract

Zusammenfassung: Kriegseinsätze stellen für die körperliche und psychische Verfassung eines Menschen ein Risiko dar. Behinderungen infolge solcher Einsätze sind so alt wie der Krieg selbst. Im Anschluss an das soziale Modell von Behinderung unterscheidet dieser Artikel Kriegsbeschädigung von Kriegsbehinderung. Die jeweils spezielle Form der Kriegsbehinderung ist nicht unmittelbar von der Schädigung bestimmt, sondern Ergebnis kultureller Deutungsprozesse der Heimatkultur. Dazu wird das Bild von Kriegsbehinderung in Deutschland während des Ersten Weltkriegs analysiert und anschließend dargelegt, wie in den USA während des Vietnamkriegs ein ganz anderes Bild behinderter Veteranen hervorgebracht wurde. Es zeigt sich, dass es vor allem mediale Repräsentationen, Theorien der Rehabilitation, allgemeine Auffassungen von Behinderung sowie grundlegende Wertüberzeugungen waren, die das Bild der Kriegsbehinderten prägten. Die Betroffenen standen diesen Einflüssen aber nicht hilflos gegenüber, sondern formulieren eigene Interpretationen und Deutungen ihrer Situation.

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