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Personale traits und selbstregulative state zur Beschreibung von Unterrichtsprozessen

Esther Winther und Frank Achtenhagen

Diese Publikation zitieren

Esther Winther, Frank Achtenhagen, Personale traits und selbstregulative state zur Beschreibung von Unterrichtsprozessen (22.09.2021), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 0340-4099, 2008 #3, S.255

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Zur Beschreibung von Unterrichtsprozessen differenzieren wir zwischen personalen traits und selbstregulativen states in Lehr-Lernprozessen. Unter trait-Merkmalen werden überdauernde Persönlichkeitsmerkmale gefasst, unter state-Merkmalen dagegen die in der Situation aktualisierten (vgl. u.a. Vollmeyer & Rheinberg, 2005, Seegers & Boekaerts, 1993). In einem quasi-experimentellen Design (N = 353 Lernende des Wirtschaftsgymnasiums) werden unterschiedliche Interventionen hinsichtlich ihrer trait und state-Effekte geprüft . Grundlage jeglicher Intervention sind komplexe Lehr-Lernarrangements, deren instruktionaler Einsatz basierend auf den Theorien zum Selbstregulierten Lernen unterschiedlich gestützt wird: (1) durch individuelle Förderung im Bereich der Regulierung des Selbst, (2) durch individuelle Förderung im Bereich der Regulierung des kognitiven Systems mittels kognitiver und metakognitiver Lernstrategien sowie (3) durch eine kombinierte Förderung beider Bereiche. Die empirischen Befunde zeigen, dass selbstregulative states im Gegensatz zu personalen traits zuverlässige Prädiktoren der Lernleistung sind und bezogen auf konkrete Lernsituationen hilfreiche Indikatoren zur Verbesserung von Lehr-Lernprozessen sein können. -- We analysed the effects of personal traits and self-regulative states on learning processes using different instructional supports. In a quasi-experimental study effects were investigated with four conditions: assistance on learning environments added by providing assistance on regulating the self, on regulating cognitive and meta-cognitive learning strategies, on a combination of both regulating the self and regulating the use of learning strategies, or no additional assistance (N=353 commercial high school students). Considering the different assistances in learning we found significant differences on the quality of learning outcomes. The effects were mediated by self-regulative states, but not regarding personal traits. The results indicate different frequencies in the use of self-regulative states relevant for the learning outcome, and therefore indicate a new theoretical perspective on self-regulation as learning competence which assumes a central role between the poles of habitual (traits) and situational (states) learning components. --

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