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Emanzipation als Merkmal von Bildungshabitus? Zum Bildungserfolg junger Frauen mit Migrationshintergrund

Eva Dalhaus

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Eva Dalhaus, Emanzipation als Merkmal von Bildungshabitus? Zum Bildungserfolg junger Frauen mit Migrationshintergrund (18.09.2019), Beltz Juventa, 69469 Weinheim, ISSN: 1436-1957, 2013 #2, S.201

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Beschreibung

Der Forschungsdiskurs über bildungserfolgreiche junge Frauen mit Migrationshintergrund liefert gegenwärtig keine empirisch abgesicherten Ergebnisse. Das liegt zum einen daran, dass sich Studien bisher nur vereinzelt dem Bildungspotential von Migranten widmen. Zum anderen fin-den sich wenige geschlechtsspezifische Analysen, die zwischen männlichem und weiblichem Bildungserfolg trennen. Die internationale Gender- und Race-Forschung und zunehmend auch deutschsprachige Studien weisen jedoch darauf hin, dass gerade junge Frauen mit Migrationshintergrund über eine stark ausgeprägte Motivation und Kompetenz verfügen, ihre Bildungsziele zu erreichen. Die Frage nach den Gründen für den Bildungserfolg junger Frauen mit Migrationshintergrund, die im deutschen Bildungssystem mit herkunftsspezifischen bzw. kulturell bedingten Barrieren konfrontiert werden, gewinnt daher an Relevanz. Der folgende Beitrag stellt erste Ergebnisse aus einer explorativ angelegten, qualitativen Teilstudie über den Bildungserfolg weiblicher Studenten mit Migrationshintergrund vor. Als Untersu-chungsgegenstand wird das Konzept des Bildungshabitus in Anlehnung an Bourdieus Habitus-Begriff konstruiert. Es zeigt sich, dass sich der Bildungshabitus junger Frauen mit Migrationshintergrund zwischen Traditionsorientierung und Emanzipation bewegt.

Schlüsselwörter: Bildungserfolg, Frauen- und Geschlechterforschung, Habitus, Integration, Mig-ration



Presently the research discourse about educational-successful young women with migration background delivers no empirically secured results. This is due to the fact on the one hand that studies devote themselves up to now only now and then to the educational potential of migrants. On the other hand few sex-specific analyses which distinguish between male and female educational success are found. Nevertheless, the international Gender and Race research and increasingly also German-speaking studies point out to the fact that just young women with migration background dispose of a very distinctive motivation and competence to achieve her educational aims. Hence, the question after the reasons for the educational success of the young women with migration background who are confronted in the German education system with culturally conditioned barriers specific for origin wins in relevance. The following contribution introduces the first results from an explorative invested, qualitative part study about the educational success of female students with migration background. As an investigation object the draught of the educational disposition is constructed in support of Bourdieus disposition concept. It appears that the educational disposition of young women with migration background moves between traditional orientation and emancipation.

Key words: Educational success, women´s investigation and gender investigation, disposition, integration, migration

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