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Klassen-Bilder II

Rudolf Stumberger

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Rudolf Stumberger, Klassen-Bilder II (2010), Herbert von Halem, Köln, ISBN: 9783744503488

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist auch die Geschichte der Bilder, in denen das Soziale dieser Zeit abgebildet ist: die sozialen Klassen und Schichten. Es ist vor allem die sozialdokumentarische Fotografie, über die, umgeben von der Aura des Authentischen, sich das zeitgenössische Bild der Gesellschaft konstituiert.

Der Band II der »Klassen-Bilder« hat die sozialdokumentarische Fotografie von 1945 bis 2000 zum Thema und schließt damit an den Band »Klassen-Bilder. Sozialdokumentarische Fotografie 1900-1945« an. Er umfasst den ökonomischen und sozialen Wandel in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und setzt ihn in Beziehung zu den fotografischen Abbildungen des Sozialen, von der Prosperität der 1960er Jahre bis zu den neuen Tendenzen der Verarmung am Ende des Jahrhunderts.

Beschreibung

Rudolf Karl Stumberger ist Privatdozent an der Universität Frankfurt/Main mit dem Schwerpunkt visuelle Soziologie und Sozialstrukturanalyse und arbeitet als freier Journalist in München.

Kritik

Diese Bücher [Klassenbilder + Klassenbilder II] sind eine Sternstunde der Fototheorie und Fotogeschichte und der eigenen Auseinandersetzung mit der Fotografie, wenn sie mehr sein soll als das Festhalten einer Familienfeier. (fotomonat.de, 27.2.2011)

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Rudolf Stumberger: Klassen-Bilder II. Sozialdokumentarische Fotografie 1945–2000 (Band 2 der Schriftenreihe des Instituts für Sozialdokumentation München)
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Das Bild, Medien und Massenkommunikation als akademisches Forschungsfeld – Visuelle Soziologie zwischen »Zeitungswissenschaft« und »Bildwissenschaft«
  • 1. Sozialdokumentarische Fotografie im »Goldenen Zeitalter« 1945–1975
  • 1.1. Gesellschaftliche Entwicklungslinien
  • 1.1.1. Die Ökonomie
  • 1.1.2. Sozialstrukturelle Veränderungen in der Nachkriegszeit
  • 1.1.3. Die Integration der Arbeiterklassen in die Gesellschaften des real existierenden Kapitalismus – »Sozialpartnerschaft« statt »Klassenkampf«
  • 1.1.4. Das neue Leitmedium Fernsehen
  • 1.2. Die sozialdokumentarische Fotografie im »Goldenen Zeitalter«
  • 1.2.1. Wiederaufbau, Neorealismus und Humanismus – die 1940er und 1950er Jahre
  • 1.2.2. In Richtung Pop-Revolution und Mittelklasse – die ungeschönte Straßenfotografie der 1950er und 1960er Jahre
  • 1.2.3. Arbeiter-Bilder der 1960er und 1970er Jahre
  • 1.3. Bestimmungsfaktoren sozialdokumentarischer Fotografie im »Goldenen Zeitalter« 1945–1975
  • 1.3.1. Die Abbildenden
  • 1.3.1.1. Propaganda gegen Propaganda
  • 1.3.1.2. Unsichtbare Armut
  • 1.3.1.3. Ausbau des Wohlfahrtsstaates
  • 1.3.1.4. Die integrierte Arbeiterklasse
  • 1.3.2. Die Abgebildeten
  • 1.3.2.1. Darstellungsmodi der Arbeiterklasse
  • 1.3.2.1.1. Der Modus der beiläufigen, alltäglichen Arbeiterklasse
  • 1.3.2.1.2. Der Modus der partnerschaftlichen Arbeiterklasse
  • 1.3.2.1.3. BRD: Der Modus der sozialreformatorischen Arbeiterklasse
  • 1.3.2.1.3.1. Gewerkschaft und Fotografie – eine Inhaltsanalyse der Zeitschrift »Metall«
  • 1.3.2.1.4. Die 1968er Bewegung und der Abbildungsmodus der Arbeiterklasse auf dem Rückzug
  • 1.3.2.2. Hin zu den Randgruppen der Gesellschaft
  • 2. Sozialdokumentarische Fotografie im Zeitalter des »Terrors der Ökonomie« 1975–2000
  • 2.1. Grundlegende gesellschaftliche Tendenzen
  • 2.1.1. Von der »alten« zur »neuen« Ökonomie – das Ende der Zechen und Eisenhütten
  • 2.1.1.1. Das Beispiel Großbritannien
  • 2.1.1.2. Das Beispiel USA
  • 2.1.1.3. Das Beispiel Deutschland
  • 2.1.2. Der Neoliberalismus als »Terror der Ökonomie«
  • 2.1.3. Die Niederlage und das Verschwinden der Arbeiterklasse
  • 2.1.3.1. Der Bergarbeiterstreik in Großbritannien 1984/85 und der Niedergang der Arbeiterklasse
  • 2.1.3.2. Das Verschwinden der Arbeiterklasse
  • 2.1.4. »Es gibt keine Alternative« – die Implosion des real existierenden Sozialismus
  • 2.1.5. Analog und Digital – die mediale Zeitenwende
  • 2.2. Sozialdokumentarische Fotografie zwischen Kunst und Kampf – das empirische Material
  • 2.2.1. Sozialdokumentarische Fotografie und das Feld der Kunst
  • 2.2.1.1. Der Weg der Fotografie in die Heiligen Hallen des Museums
  • 2.2.1.1.1. Hintergrund: Die Kunst der 1960er bis 1980er Jahre
  • 2.2.1.2. Von Becher bis Shore – Konzept Art und Pop-Art
  • 2.2.1.2.1. Die Interesselosigkeit der Kunst
  • 2.2.1.3. Inszenierte Fotografie in der Kunst
  • 2.2.1.3.1. Jeff Wall
  • 2.2.1.3.2. Cindy Sherman
  • 2.2.1.3.3. Andreas Gursky
  • 2.2.1.3.4. Tom Hunter
  • 2.2.1.4. Fotografie als Kunst und das Soziale
  • 2.2.1.5. Kunst-Fotografie und sozialdokumentarische Fotografie
  • 2.2.1.6. Das Problem der Objektivität und die »Agonie der Realität«
  • 2.2.1.7. Postmoderne, Realität, Fotografie
  • 2.2.2. Fotografie und soziale Kämpfe im ausgehenden 20. Jahrhundert
  • 2.2.2.1. Zur Bandbreite einer »Fotografie der sozialen Kämpfe«
  • 2.2.2.1.1. Die überflüssige Arbeiterklasse zu Hause. Milton Rogovin und die Stahlarbeiter von Buffalo
  • 2.2.2.1.2. Die Arbeiterklasse auf dem Rückzug. Der verlorene Kampf der Stahlarbeiter von Rheinhausen
  • 2.2.2.1.3. Zwischen Betriebsfotografie, Ausstellung und Stadtteil-Dokumentation
  • 2.2.2.1.3.1. Die Arbeiterklasse als »Partner«
  • 2.2.2.1.3.2. »Heisse Brühe« – eine Ausstellung zu Armut und Obdachlosigkeit in Deutschland 1996
  • 2.2.2.1.3.3. »Kreuzberg 1967–1988«
  • 2.2.2.1.4. Die professionelle Fotografie der sozialen Welt nach 1975
  • 2.2.2.1.4.1. USA: Mary Ellen Mark und Allan Sekula
  • 2.2.2.1.4.2. Großbritannien: Martin Parr und die »Survival Programmes«
  • 2.2.2.1.4.3. Deutschland: Günter Zint; Herlinde Koelbl; Renate von Forster
  • 2.2.2.1.4.4. Frankreich: »Le bar Floréal«
  • 2.2.2.1.5. Die neue »Arbeiterfotografie« in der Bundesrepublik Deutschland
  • 2.2.2.1.5.1. Organisatorische Entwicklung
  • 2.2.2.1.5.2. Zum ideologischen Standort der Arbeiterfotografie und ihr Verhältnis zu Parteien, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen
  • 2.2.2.1.5.2.1. Richard Hiepe und der Kampf um die Kunst
  • 2.2.2.1.5.3. Inhalte der Arbeiterfotografie
  • 2.2.2.1.5.4. Zur Ideologie der Arbeiterfotografie
  • 2.2.2.1.6. Eine »Neue soziale Fotografie«
  • 2.2.2.1.6.1. »Es hat sich viel verändert – Menschen und Meinungen aus dem Piusviertel«
  • 2.3. Grundzüge sozialdokumentarischer Fotografie 1975–2000
  • 2.3.1. Die Abgebildeten
  • 2.3.1.1. Prozesse der Entsinnlichung
  • 2.3.2. Die Abbildenden
  • 2.3.3. Zwischen Authentizität und kritischem Realismus
  • 2.3.4. Symbolische Kämpfe – Fotografie, Internet und Kommunikationsguerilla am Ende des 20. Jahrhunderts
  • 3. Sozialdokumentarische Fotografie im 21. Jahrhundert
  • 3.1. Das Bild in den sozialen Kämpfen des beginnenden 21. Jahrhunderts: Beispiel Deutschland
  • 3.1.1. Bilder und »Bild«-Kampagnen
  • Literatur
  • Abbildungsverzeichnis
  • Personenverzeichnis

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