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Maurice Halbwachs

Dietmar J. Wetzel

Diese Publikation zitieren

Dietmar J. Wetzel, Maurice Halbwachs (2009), Herbert von Halem, Köln, ISBN: 9783744501095

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung / Abstract

Maurice Halbwachs (1877–1945) gehört – neben Marcel Mauss – zu den wichtigsten Vertretern der französischen Soziologie in der Nachfolge von Émile Durkheim. Halbwachs gilt als der Klassiker der Gedächtnissoziologie.

Dietmar J. Wetzel gibt einen systematischen Überblick über die zentralen Werke und Begriffe von Halbwachs und die ihn dabei prägenden Einflüsse. Er zeigt, dass Halbwachs neben seinen breit rezipierten Gedächtnisstudien ein weitgehend unbeachtet gebliebenes Werk hinterlassen hat, das zur Wiederentdeckung einlädt.

In seinen Arbeiten zur Soziologie und Sozialpsychologie des Gedächtnisses – am bekanntesten sind »Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen« und »Das kollektive Gedächtnis« – gelingt es Halbwachs als erstem empirischen Soziologen der französischen Schule zu zeigen, dass es sich bei Erinnerungen an die Vergangenheit wesentlich um Rekonstruktionen im Lichte der Gegenwart handelt.

Neu zu entdeckende Arbeiten sowie Übersetzungen ins Deutsche zeigen jedoch vermehrt, dass das Potenzial einer von Halbwachs intendierten »Wissenschaft vom Menschen« weit über seine kulturwissenschaftliche Rezeption als Gedächtnisforscher hinausreicht. Halbwachs hat sich mit ganz verschiedenen Themen auseinandergesetzt, die ihn als »kompletten Soziologen« ausweisen: Arbeits- und Wirtschaftssoziologie, Soziologie der sozialen Klassen, Stadtsoziologie, Soziologie des Selbstmordes, soziale Morphologie und Statistik.

Beschreibung

Dietmar J. Wetzel ist wissenschaftlicher Assistent und Dozent am Institut für Soziologie der Universität Bern.

Inhaltsverzeichnis

  • BEGINN
  • Dietmar J. Wetzel: Maurice Halbwachs (Klassiker der Wissenssoziologie, herausgegeben von Bernt Schnettler, Bd. 15)
  • Inhalt
  • Einleitung
  • I Maurice Halbwachs: ein passionierter Wissenschaftler und politisch engagierter Intellektueller
  • Kindheit und Jugend, Zeit der Ausbildung (1877–1901)
  • Beginn der Forschungskarriere: zwei Aufenthalte in Deutschland (1902–1910)
  • »J’étais assez maître de mon allemand« – eine Ausweisung
  • Die Zeit des Ersten Weltkriegs
  • Professor in Straßburg: Zeit des Austauschs und der Produktivität (1919–1935)
  • Zur Situation der Straßburger Universität
  • Germanophilie und Interdisziplinarität mit Grenzen
  • Professuren an der Sorbonne und Zweiter Weltkrieg (1935–1943)
  • Collège de France, Deportation und Tod in Buchenwald (1944–1945)
  • II Denken im Kontext: Halbwachs’ wissenschaftliches Milieu
  • Die Année sociologique
  • Halbwachs und die Durkheim-Schule
  • Die Mitarbeit in der Annales: M. Bloch und L. Febvre
  • Soziologie und Geschichte
  • Soziologie und Psychologie
  • Soziologie und Geographie (soziale Morphologie versus Humangeographie)
  • Soziologie und Wirtschaftswissenschaften
  • Die Annales sociologiques (1934–1942)
  • III Einflüsse, Lehrer und Weggefährten
  • Henri Bergson
  • Émile Durkheim
  • François Simiand
  • Marcel Mauss
  • Charles Blondel
  • IV Hauptwerke: Drei Studien zum kollektiven Gedächtnis
  • Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen (1925)
  • Stätten der Verkündigung im Heiligen Land. Eine Studie zum kollektiven Gedächtnis (1941)
  • Das kollektive Gedächtnis
  • V Zentrale Aspekte des Gesamtwerks
  • Soziologie und kollektive Psychologie
  • Soziologie der sozialen Klassen und der Lebensweisen
  • Soziologie und Ökonomie
  • Soziologie des Selbstmordes
  • Soziologie der sozialen Morphologie
  • VI Halbwachs’ Vermächtnis
  • Sterben und Tod
  • Was bleibt?
  • VII Wirkungen und Aktualität
  • Gedächtnis und Erinnerung
  • Wirtschafts- und Arbeitssoziologie
  • Stadt, Klasse und Sozialstruktur/soziale Morphologie
  • Fazit
  • Literatur
  • Zeittafel
  • Personenindex
  • Sachindex

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