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Europa und das Reich im Dreißigjährigen Krieg

Geschichte eines europäischen Konflikts

Christoph Kampmann

Diese Publikation zitieren

Christoph Kampmann, Europa und das Reich im Dreißigjährigen Krieg (2008), W. Kohlhammer Verlag, 70565 Stuttgart, ISBN: 9783170232068

Getrackt seit 05/2018

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Beschreibung

Professor Dr. Christoph Kampmann ist Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Philipps-Universität Marburg.

Beschreibung / Abstract

Der Dreißigjährige Krieg nahm seinen Ausgang von politisch-konfessionellen Streitfragen im römisch-deutschen Reich, entwickelte sich dann aber zu einer der größten
Kriegskatastrophen der Neuzeit, an der zahlreiche europäische Mächte beteiligt waren. Wie die Auseinandersetzung eine solch zerstörerische Dynamik erhalten konnte, ist die Frage, die im Zentrum des Buches steht. Da eine Friedenslösung im Reich ausblieb, wirkten die Krisenherde im europäischen Umfeld schrittweise und ungehindert ins Reich hinein. So erreichte der Krieg seine verheerendste Eskalationsstufe und wurde endgültig zu einem europäischen Konflikt. Europäisch waren auch die Kriegsführung, die Zusammensetzung der Söldnerarmeen und schließlich der Friedenskongress, mit dem der Krieg beendet wurde.
Ein neue und schlüssigere Antwort auf die Frage, warum sich das Kriegsgeschehen in Deutschland scheinbar unaufhaltsam - gerade in den späteren Jahren des Krieges - mit anderen tiefgreifenden Konflikten in Europa verband, ergibt sich aus den internationalen Forschungen der letzten Jahre. Eines der Ziele des Buches ist es, diese neuen
Perspektiven in einem Gesamtüberblick angemessen und verständlich zu würdigen.

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Titel
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Einleitung: Eine europäische Geschichte des Dreißigjährigen Kriegs
  • II. Krisen vor dem Krieg: Europa, das Reich und Böhmen bis 1618
  • 1. Krisen im Umfeld des Reiches: Europäische Staatenkonflikte um 1600
  • 2. Die Krise im Innern des Reiches: Reichspolitik im Zeichen konfessioneller Polarisierung
  • 3. DerWeg in den Krieg: Die Krise in Böhmen
  • III. Vom Böhmischen zum Pfälzischen Krieg: Der »geliehene« Sieg des Kaisers (1618/23)
  • 1. Das Werben um Verbündete 1618/19
  • 2. Der Sieg der kaiserlichen Allianz
  • 3. Die Folgen des böhmisch-pfälzischen Krieges
  • IV. Europäische Eskalation I: Der Niedersächsisch-dänische Krieg (1623/1630)
  • 1. Der Kriegseintritt Dänemarks
  • 2. Das Erste Generalat Wallensteins
  • 3. Die Folgen des Krieges: Höhepunkt und erste Krisenzeichen kaiserlicher Macht
  • V. Europäische Eskalation II: Schwedischer Krieg und schwedische Hegemonie (1630 -1634)
  • 1. Das Scheitern der (ersten) Konflikteindämmung 1629/31
  • 2. Die Hegemonie Gustav Adolfs im Reich: Entstehung und Reaktionen (1630/32)
  • 3. Die schwedische Hegemonie nach Gustav Adolf: Konflikte und Niedergang
  • VI. Kein Friede ohne Europa: Der Prager Friede und sein Scheitern (1634 -1638)
  • 1. Die Entstehung des spanisch-französischen Krieges (1631/1635)
  • 2. Der Prager Frieden von Mai 1635
  • 3. Europa und das Scheitern des Prager Friedens (1635 -1638)
  • VII. Der europäische Krieg in Deutschland: Der Kampf um die Friedensverhandlungen (1638 -1645)
  • 1. Allgemeine Charakteristika der Auseinandersetzung 1638/1645
  • 2. Das Ringen um die Friedensverhandlungen I: Die Entstehung des Präliminars von 1641
  • 3. Die Krise der spanischen Monarchie
  • 4. Das Ringen um die Friedensverhandlungen II: Umschwung im Reich und Kongressbeginn (1642/45)
  • VIII. Ein europäischer Frieden in Deutschland? Die Errichtung der Westfälischen Friedens-ordnung
  • 1. DerWestfälische Friedenskongress: Phasen seines Verlaufs und Fortgang des Krieges
  • 2. Zwischen Erfolg und Abbruch: Der Friedenskongress bis zur Abreise Trauttmansdorffs (1645 -1647)
  • 3. Die Rettung des Kongresses 1647/48
  • 4. Grundzüge der Friedensordnung von 1648 und ihre Folgen für Europa
  • IX. Kriegskatastrophe und Friedensnorm: Der Dreißigjährige Krieg in der Geschichte des europäischen Friedens
  • 1. Der Frieden in der Friedlosigkeit: Frieden als präsente Größe zwischen 1618 und 1648
  • 2. »Ehrenvoller Friede« oder Kriegsbeendigung: Die Haltung der europäischen Mächte zum Frieden
  • 3. »Ehrenvoller Friede« oder Kriegsbeendigung: Die Haltung im Reich
  • X. Verzeichnis weiterführender Literatur
  • I. Gesamtdarstellungen und Grundlagenwerke
  • II. Grundlagen und Rahmenbedingungen der Staatenbeziehungen
  • III. Militärwesen und Kriegsführung
  • IV. Zentrale Konfliktzonen und politische Ziele einzelnerMächte
  • V. Medien und Öffentlichkeit in Krieg und Diplomatie
  • VI. Bevölkerungsgeschichte und Kriegserfahrung
  • VII. Westfälischer Frieden
  • VIII. Rezeption
  • XI. Anmerkungen zu den einzelnen Kapiteln
  • Zu I. Einleitung: Eine europäische Geschichte desDreißigjährigen Kriegs, S. 1 -6.
  • Zu II. Krisen vor dem Krieg: Europa, das Reich und Böhmen bis 1618, S. 7 -34.
  • Zu III. Vom Böhmischen zum Pfälzischen Krieg: Der »geliehene« Sieg des Kaisers (1618/23), S. 35 -49.
  • Zu IV. Europäische Eskalation I: Der Niedersächsisch-dänische Krieg (1623/1630), S. 50 -69.
  • Zu V. Europäische Eskalation II: Schwedischer Krieg und schwedische Hegemonie (1630 -1634), S. 70 -102.
  • Zu VI. Kein Friede ohne Europa: Der Prager Friede und sein Scheitern (1634 -1638), S. 103 -127.
  • Zu VII. Der europäische Krieg in Deutschland: Der Kampf um die Friedensverhandlungen (1638 -1645), S. 128 -151.
  • Zu VIII. Ein europäischer Frieden in Deutschland? Die Errichtung der Westfälischen Friedensordnung, S. 152 -179.
  • Zu IX. Kriegskatastrophe und Friedensnorm: Der Dreißigjährige Krieg in der Geschichte des europäischen Friedens, S. 180 -196.
  • XII. Personenregister
  • XIII. Stammtafel- und Kartenverzeichnis

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